Schweiz

Bergstation in Davos vermietet keine Schlitten an Juden

Die Verantwortlichen der Bergstation Pischa in Davos haben beschlossen, keine Schlitten mehr an jüdische Besucher zu vermieten. Sie geben an, dass dies auf negative Erfahrungen zurückzuführen sei. Diese ungewöhnliche Maßnahme hat den Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund schockiert, der daraufhin eine Strafanzeige eingereicht hat.

Von Szene isch Züri

Das idyllische Bergrestaurant Pischa in Davos sorgt für Aufsehen, nachdem bekannt wurde, dass es jüdischen Gästen die Vermietung von Schlitten und anderen Sportgeräten verweigert. Ein hebräischsprachiges Plakat an der Bergstation Pischa informierte darüber, dass aufgrund früherer Vorfälle keine Sportgeräte mehr an jüdische Gäste vermietet werden. Dies löste eine Welle der Empörung aus, und der Schweizerische Israelitische Gemeindebund reichte eine Strafanzeige wegen Rassismus ein.

Der Aushang begründete diese Maßnahme damit, dass es zuvor "sehr ärgerliche Vorfälle" gegeben habe, darunter den Diebstahl eines Schlittens. Der Generalsekretär des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds, Jonathan Kreutner, zeigte sich schockiert über die Pauschalisierung und kündigte rechtliche Schritte an. Er betonte, dass solche Maßnahmen nicht gerechtfertigt seien, selbst wenn es vereinzelte negative Erfahrungen gegeben habe.

Das Bergrestaurant Pischa verteidigte seine Entscheidung mit Sicherheitsbedenken und dem Verhalten einiger jüdischer Gäste, die angeblich Regeln missachtet hätten und Sportgeräte beschädigt oder nicht zurückgegeben hätten. Sie betonten, dass die Ablehnung der Vermietung nicht auf Glauben, Hautfarbe oder persönlichen Neigungen basiere, sondern auf dem Wunsch, sich täglichen Konflikten und Diskussionen zu entziehen.

Dieser Vorfall ist nicht das erste Mal, dass Davos wegen Problemen im Umgang mit jüdisch-orthodoxen Gästen in die Schlagzeilen gerät. Bereits im letzten Sommer wurde ein Dialogprojekt zwischen der Gemeinde und jüdischen Gästen gestoppt, nachdem es zu Spannungen aufgrund von Verhaltensweisen im öffentlichen Raum gekommen war.

Die Reaktionen auf den Aushang an der Bergstation Pischa waren eindeutig: Empörung über die Diskriminierung und die Forderung nach weiteren Maßnahmen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Mehr zum Thema - Hinter den Kulissen von Davos: Escort-Damen, Kaviar und mit Blattgold belegte Desserts

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.