Gesellschaft

Der tägliche Wahnsinn – Frau bedroht und mit Messer verfolgt – Polizei erteilt Täter Platzverweis

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Der tägliche Wahnsinn – Frau bedroht und mit Messer verfolgt – Polizei erteilt Täter PlatzverweisQuelle: www.globallookpress.com © Deutzmann / deutzmann.net
  • 18.06.2024 21:46 Uhr

    21:46 Uhr

    Frau bedroht und mit Messer verfolgt – Polizei erteilt Beschuldigten Platzverweis

    Dass man sich darauf verlassen kann, dass im "besten Deutschland aller Zeiten" alles unter Kontrolle ist, zeigt eine Pressemitteilung aus Magdeburg, in der über einen Polizeieinsatz am Magdeburger Hauptbahnhof berichtet wird: Laut lokalen Medien hatte ein 36-Jähriger am Dienstag (11. Juni 2024) gegen 21 Uhr eine 36-jährige Frau am Willy-Brandt-Platz aus bisher unbekannten Gründen zunächst verbal bedroht und anschließend mit einem Einhandmesser verfolgt, wie Polizeisprecher Kevin Shaikh auf Nachfrage der Volksstimme mitteilte.

    Die kurz darauf ankommende Polizei traf den Beschuldigten vor Ort an – und erteilte ihm einen Platzverweis. Zumindest das Einhandmesser stellten die Polizisten jedoch sicher.

  • 12:03 Uhr

    EURO 2024: Die "Fan Zone" Berlin präsentiert Besuchern "Gebetszelte"

    Im November 2023 präsentierte die Webseite des DFB das "Leitbild Nachhaltigkeit zur UEFA EURO 2024". Laut Vorstellungen von Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sollen die offiziellen Fanbereiche in Berlin seit dem 14. Juni "nicht nur Orte der Begegnung" darstellen, sondern "auch Erlebnis-, Informations- und Lernorte zu Nachhaltigkeitsthemen sein".

    Im Mai 2024 stellte Senatorin Spranger dann die "Fan Zone Berlin" vor, "außerhalb des Berliner Olympiastadions das Herzstück für Fans aus aller Welt". "Kulturprojekte Berlin" Geschäftsführer Moritz van Dülmen ergänzte vor den Hauptstadtjournalisten mit der Erklärung:

    "Seit der WM 2006 ist die Fanmeile in ganz Deutschland eine Institution. Geliebt, gehasst, aber immer Teil von Berlin."

    Roter Faden der offerierten Angebote wäre das Thema "Nachhaltigkeit", vermittelt über ein "umfassendes, diverses und familienfreundliches Programm, das die lokale Kulturszene Berlins abbildet und dabei vor allem die Bereiche soziale und ökologische Nachhaltigkeit sowie Inklusion in den Blick nimmt". Dazu gehören auf eine Fußball-Fanmeile im Jahr 2024 anscheinend auch mehrere durch Reißverschlüsse gesicherte Zelte:

    So ein "Ruheraum", eine "Antidiskriminierungsanlaufstelle" und zwei "Gebetsräume", getrennt für Männer und Frauen:

    Ob dabei im "ruhigen" Gebet auf einer Fußball-Fanmeile die Vergebung potenzieller Sünden oder individuell erwünschte Spielergebnisse erhofft werden, obliegt der reinen Spekulation.

  • 17.06.2024 17:10 Uhr

    17:10 Uhr

    Sarah Bosetti erhält Ernst-Johann-Literaturpreis

    Die für ihre Blinddarm-Vergleiche bekannte Kolumnistin und Moderatorin Sarah Bosetti wird laut Medienberichten in diesem Jahr den Ernst-Johann-Literaturpreis der Stadt Schifferstadt erhalten. Dies habe der Stadtrat beschlossen, der damit einhellig dem Votum der Jury folgte. Zur Preisverleihung wird in einer Pressemitteilung bekannt gegeben:

    "Mit dem nach dem gebürtigen Schifferstadter Publizisten Ernst Johann benannten und in diesem Jahr erneut mit 5.000 Euro dotierten Preis wird seit 2012 alle drei Jahre eine Autorin oder ein Autor ausgezeichnet, die oder der dem literarischen Schaffen des Namensgebers gerecht wird."

    Staunen lässt einen jedoch die Begründung für die Auswahl. Diesbezüglich heißt es:

    "In der Begründung für die Auswahl der 40-jährigen Sarah Bosetti, die auch aus zahlreichen Fernsehauftritten bekannt ist, heißt es unter anderem, dass sie 'mit scharfem Verstand und klugen und witzigen Betrachtungen zum politischen und gesellschaftlichen Geschehen (...) gekonnt Populismus, Hass und Dummheit mit Witz und Ironie' entgegentrete."

    Zur Erinnerung: Bosetti wurde vor allem durch ihre Haltung zur Spaltung der Gesellschaft in der Corona-Krise bekannt. Zu dieser Thematik hatte sie damals erklärt:

    "Wäre die Spaltung der Gesellschaft wirklich etwas so Schlimmes? Sie würde ja nicht in der Mitte auseinanderbrechen, sondern ziemlich weit rechts unten. Und so ein Blinddarm ist ja nicht im strengeren Sinne essentiell für das Überleben des Gesamtkomplexes."

  • 09:21 Uhr

    Monitor empört: Wo sind die schwulen Fußballer?

    Die WDR-Sendung Monitor vermisst bei der EM schwule Fußballer. Unter der Überschrift "Turnier der Toleranz?" heißt es in einem Instagram-Post von Monitor:

    "24 Nationalmannschaften mit jeweils bis zu 26 Spielern treten an – insgesamt über 600 Profifußballer. Doch keiner von ihnen hat sich bisher öffentlich als homosexuell geoutet."

    Ein X-Nutzer kommentierte voller "Entrüstung":

    "Offenbar spielen auch keine Frauen oder sonstigen Geschlechter bei der EURO mit!! Wie können DfB und UEFA sowas machen und ARD/ZDF kritiklos übertragen?"

  • 16.06.2024 15:50 Uhr

    15:50 Uhr

    "Eilmeldung: ZDF von Russia Today annektiert"

    Am 14. Juni berichtete das ZDF über den Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin über einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine und die prompte Ablehnung dieses Vorschlags durch Kiew. Während in dem Bericht selbst in der gewohnten Weise "eingeordnet" wird und die mainstreamkonformen Wertungen mitgeliefert werden, fiel die Ankündigung des Berichts auf der Plattform X notgedrungen kurz und nüchtern aus: 

    "Putin präsentiert Plan für Waffenstillstand – Ukraine lehnt ab."

    Das missfiel der 36-jährigen "politischen Analystin" der Deutschen Welle, Jessica Berlin, die ebenfalls auf dem Twitter-Nachfolger den ZDF-Post mit diesem Satz kommentierte: 

    "Eilmeldung: ZDF von Russia Today annektiert"

    Das wiederum entging RT-Chefin Margarita Simonjan nicht, die auf Telegram schrieb: 

    "Drei Jahre, nachdem Deutschland versucht hat, RT DE in den Asphalt zu trampeln, schaut sich die Deutsche Welle weiterhin bei allem nervös nach der Hand des Kremls um. Zittert, ihr Verrückten!"

    Ob das als Ankündigung der baldigen Übernahme des Zweiten Deutschen Fernsehens durch unser Medium zu werten ist?

  • 10:48 Uhr

    Nah am Leben: RBB empfiehlt Fluchttechniken für Angriffe

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) gibt seinen Lesern auf Instagram Ratschläge, wie sie sich bei einem Angriff verhalten soll. Die absolut lebensnahen Empfehlungen des Senders: Laut schreien, so tun, als würde man sich auf den Angreifer übergeben, eine schlimme Krankheit simulieren – wie plötzliche Blindheit. Wir wünschen viel Erfolg.

  • 09:03 Uhr

    Polizei rät Fußballfans: Kifft doch einfach!

    Die Gelsenkirchener Polizei hat englischen Fußballfans empfohlen, lieber Cannabis zu rauchen, statt sich zu betrinken. Das berichtet das britische Boulevardblatt The Sun. Demnach sagte ein Polizeisprecher der Zeitung:

    "Wenn wir eine Gruppe von Menschen sehen, die Alkohol trinken und ein bisschen aggressiv aussehen, und eine andere Gruppe, die Cannabis raucht, schauen wir uns natürlich die Gruppe an, die Alkohol trinkt. Alkoholkonsum kann jemanden aggressiver machen, und das Rauchen von Cannabis versetzt die Menschen in eine entspannte Stimmung."

    Hintergrund der Aufforderung sind Sicherheitsbedenken vor dem Spiel zwischen England und Serbien am Sonntagabend. In der Veltins-Arena in Gelsenkirchen wird aufgrund dieser Bedenken nur Bier mit halbiertem Alkoholgehalt ausgeschenkt.

  • 14.06.2024 10:37 Uhr

    10:37 Uhr

    SPD-Esken polarisiert – mal wieder: Deportation/Remigration – alles das Gleiche

    Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken war zu Gast bei der Plaudertasche des ZDF, Markus Lanz. Das vorgesehene Thema war die Spurensuche zu den "Ursachen der Schlappe der SPD bei der Europawahl", so das ZDF ankündigend

    Für Frau Esken ist die AfD irgendwie an allem schuld, nicht die SPD-Politik samt Personal. Die Einblendung belegt, 570.000 ehemalige SPD-Wähler gaben der AfD ihre Stimme. Frau Esken erklärt dann wörtlich den Zuschauern und dem sichtlich irritierten Moderator:

    "Das Ergebnis war nicht anders zu erwarten."

    Für Esken hätte sich die unmittelbare AfD-Konkurrenz "über die letzten Monate und Jahre immer weiter radikalisiert", so für die SPD-Politikerin nachweislich belegt über "das Konzept von Deportationen von Migrantinnen und Migranten". Moderator Lanz befand dabei die Bezeichnung "rechtsradikal" für die gesamte AfD, als von Esken "pauschalisierend" formuliert und wahrgenommen.

    Lanz monierte zudem die Begriffsnutzung "Deportation", da dieses Wort weder in Potsdam (Causa Correctiv), noch von dem Politaktivisten Martin Sellner oder AfD-Mitgliedern je so genutzt wurde. Esken versuchte dennoch trotzig darzulegen, dass "Herr Sellner" dieses Wort regelmäßig nutzen würde, um vom Moderator diesbezüglicher Fehlwahrnehmung und Falschbehauptung mehrfach belehrt werden zu müssen. Esken erklärte wörtlich:

    "Dieses Neubesetzen von Begriffen, äh, alten Begriffen durch neue, auf der Rechten, bei der neuen Rechten, das kennen wir schon, das müssen wir hier, glaube ich, nicht debattieren."

    Esken wurde dann von dem Journalisten Michael Bröker (Medienunternehmen Table. Medianachdrücklich vorgeführt, als dieser den politischen Status quo der SPD samt Wahlergebnis sezierte:

  • 13.06.2024 20:07 Uhr

    20:07 Uhr

    Kanadas größte Krebshilfe-Stiftung entschuldigt sich für das Wort "Gebärmutterhals"

    Auf einer Seite, die Transgender-Personen ermutigen soll, zur Krebsvorsorge für Gebärmutterhalskrebs zu gehen, hielt es die Stiftung für nötig, sich für die Verwendung des Wortes "Gebärmutterhals" zu entschuldigen. Unter der Überschrift "Worte sind wichtig" steht dort:

    "Wir erkennen an, dass viele Transmänner und Nicht-Binäre gemischte Gefühle gegenüber Worten wie Gebärmutterhals empfinden oder sich davon distanziert fühlen. Sie mögen andere Worte bevorzugen, wie 'Vorderloch'. Wir erkennen die Begrenztheit der Worte an, die wir gebraucht haben, während wir auch die Notwendigkeit der Einfachheit anerkennen. Ein anderer Grund, warum wir Worte wie Gebärmutterhals gebrauchen, ist, um die Wirklichkeit normaler werden zu lassen, dass auch Männer diese Körperteile haben können."

    Diese sprachlichen Verrenkungen blieben allerdings in der Nicht-Trans-Öffentlichkeit Kanadas nicht unbemerkt und lösten teils recht heftige Reaktionen aus. Viele erklärten, nicht mehr an diese Stiftung spenden zu wollen.

    "Ich schätze, die Kanadische Krebsgesellschaft will unsere Spenden nicht. Warum sonst würden sie Frauen derart beleidigen."

    Auf X wurden die Kommentare teils noch deutlich schärfer.

    "Die Kanadische Krebsgesellschaft muss sich bei ALLEN Frauen dafür entschuldigen, weibliche Gebärmutterhälse 'Vorderlöcher' genannt zu haben. Wie abgrundtief beleidigend – insbesondere für alle Frauen, die unter Gebärmutterhals- oder Scheidenkrebs leiden.

    Die Kanadische Krebsgesellschaft erhält von mir keinen Penny mehr, bis sie diesen beleidigenden und herabsetzenden Begriff zurückzieht.

    Ich empfehle jeder biologischen Frau im Land und jenen, die sie lieben, die von 'Vorderlöchern' beleidigt sind, das Gleiche zu tun."

  • 12.06.2024 11:58 Uhr

    11:58 Uhr

    DDR und Migrationsprobleme in Deutschland? Bitte den 4. September 2040 vormerken

    Es existiert der Begriff des meist gut dotierten Daseins im geräumigen "Elfenbeinturm" und damit verbundenen entrückten, meist bürgerfernen Wahrnehmungen. Verlässt Protagonist X dann nach intensiver Gesellschaftsbetrachtung seine sonnengeflutete Dachterrasse, kann er subjektive Einschätzungen – sehr oft – in den Talkformaten von ARD und ZDF kundtun und dem "Fußvolk" wohlwollend vermitteln.

    So jüngst erneut geschehen und zu bewundern im ARD-Format Maischberger. Zum Gespräch wurde "Bundespräsident a.D. Christian Wulff" geladen, mit der Bitte den GEZ-Zahlern die "Ergebnisse der Europawahl" und seine subjektive "große Besorgnis", nachdrücklich zu erklären:

    Die Maischberger-Redaktion beschloss, folgenden Wortbeitrag des "Alt-Bundespräsidenten" zum Thema "Migrationspolitik" im Rahmen eines X-Postings, potenziellen GEZ-Verweigerern und "ARD-Nichtverstehern" nahezubringen. Bundespräsident a.D. Christian Wulff lamentierte orakelnd:

    "Also, ich rate uns, dass wir uns den 4. September 2040 im Kalender notieren. Das kann man ja heute im Handy machen, das ist ein Dienstag. Am 4. September 2040 wird es dann, in den noch existierenden Fernsehmedien und Internetmedien, wird es Sondersendungen geben: 25 Jahre Nichtschließung der Grenzen Deutschlands und ein weiter offen halten der Grenzen."

    Moderatorin Sandra Maischberger fragte irritiert bis amüsiert: "Wirklich?". Wulff führte weiter aus:

    "Und bei dieser Sondersendung wird man sagen, wir haben, wie bei der Deutschen Einheit, am Anfang völlig überrascht reagiert, wir haben eigentlich viele Fehler gemacht, wir haben vieles Falsch gemacht. Aber am Ende können wir uns auf die Schulter klopfen, dass wir Menschen, die in Ungarn, die in U-Bahnstationen (sic!) an Zäunen gerüttelt haben, mit Kleinkindern, dass wir die in unser Land gelassen haben.

    Und wir werden dann Olympiasieger haben, wir werden Forscher, Entwickler, wir werden Busfahrer, wir werden Eisenbahnschaffner, wir werden in allen Bereichen der Gesellschaft Menschen haben, die aus Syrien gekommen sind, aus Afghanistan, aus der Türkei und anderswo und gut in unserem Land integriert sind.

    Und auf die werden wir stolz sein, die wiederum haben Kinder und die werden wiederum an Universitäten sein, also das Thema Integration und Zuwanderung, das lässt sich in Deutschland eben fast gar nicht vernünftig diskutieren."

    Das aktuelle Problem der einfordernden Politik laute nun, bezogen auf die Ergebnisse der EU-Wahl, "die einen betonen immer die Vorteile, wie ich jetzt gerade" und "die anderen" würden demgegenüber "immer nur die Nachteile verteidigen". 

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