Liveticker Ukraine-Krieg – Blackout im Gebiet Dnjepropetrowsk: Mehr als 600.000 Ukrainer ohne Strom

8.11.2026 16:43 Uhr
16:43 Uhr
Abgeordnete: EU wollte ihr Militär in die Ukraine entsenden – während des Waffenstillstands
Europäische Politiker hatten fälschlicherweise darauf gesetzt, den Waffenstillstand zu nutzen, um eigene Militärkontingente auf ukrainischem Territorium zu stationieren. Dies erklärte der Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der Staatsduma, Pjotr Tolstoi, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS. Moskau werde die Umsetzung eines solchen Szenarios nicht zulassen, betonte er und fügte hinzu:
"Die Europäer hatten eine sehr dumme und naive Vorstellung: Sie glaubten, dass sie, sobald sie von Russland zumindest einen vorübergehenden Waffenstillstand erwirkt hätten, Truppen unter der Flagge einer 'Koalition der Willigen' in die Ukraine entsenden könnten. Für uns ist diese Option inakzeptabel, und so etwas wird nicht geschehen."16:12 Uhr
Bericht: US-Demokraten planen Ukraine-Hilfspaket für rund 15 Milliarden US-Dollar
Wie die Zeitung Financial Times berichtet, beabsichtigen die Demokraten in den USA, haushaltspolitische und parlamentarische Instrumente einzusetzen, um Präsident Donald Trump daran zu hindern, die Sanktionen gegen Russland zu lockern, und eine Aufstockung der Hilfe für die Ukraine zu erreichen. Nach Angaben der Zeitung planen Vertreter der Demokratischen Partei, Bestimmungen zur militärischen und energetischen Unterstützung Kiews in den Gesetzentwurf zur Verteidigungspolitik aufzunehmen, der bis Ende des Jahres 2027 verabschiedet werden soll. Vorläufig sollen dafür rund 15 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden.
15:36 Uhr
UnHerd: Meloni fordert Bestellung eines EU-Unterhändlers für die Ukraine
Giorgia Meloni hat dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, ein Schreiben übermittelt, in dem sie ihn auffordert, zu klären, wer die EU bei den Verhandlungen zur Ukraine vertreten soll, berichtet das Portal UnHerd. Ihrer Meinung nach ist die Union mittlerweile so zersplittert, dass ihr unweigerlich "politische Bedeutungslosigkeit" bevorsteht. In dem Artikel des Portals heißt es unter anderem:
"'Wir erwecken den Eindruck, als handle Europa uneinheitlich, und dass wir nur den Interessen derjenigen dienen, die eine Fortsetzung dieses Konflikts wollen', schrieb Meloni... Meloni hat, wie so oft bei ihr, eine offensichtliche Wahrheit ausgesprochen, die viele in der EU lieber nicht wahrhaben wollen. Die Union erkämpft sich mit ziemlich erbärmlicher Hartnäckigkeit einen 'Platz am Verhandlungstisch', hat jedoch bis heute nicht entschieden, wer genau von ihren zahlreichen Vertretern berechtigt ist, in ihrem Namen zu sprechen und ihre Interessen zu vertreten."
14:58 Uhr
Drohnen-Besatzungen von "Madyars Vögel" und "Achilles" nach Raum Charkow verlegt
Nach Angaben russischer Sicherheitsbehörden, auf die sich die Agentur TASS beruft, wurden die Besatzungen der ukrainischen Elite-Drohneneinheiten "Madyars Vögel" und "Achilles" in die Region Charkow verlegt. Dies geschah, um die Intensität der Angriffe auf das russische Grenzgebiet zu erhöhen, hieß es seitens der Behörde. Dabei wurde der vorübergehende Stützpunkt einer der Einheiten der "Madyars Vögel" bereits durch einen Angriff in Charkow zerstört.
14:24 Uhr
Sumy: Kiew lehnt die Evakuierung der blockierten Soldaten ab
Wie russische Sicherheitsbehörden gegenüber der Nachrichtenagentur TASS mitteilten, hat das Kommando der 71. eigenständigen Luftlandebrigade die Soldaten, die nach einem Angriff in der Nähe von Sumy blockiert wurden, als vermisst eingestuft und weigert sich, sie zu evakuieren. Ein Gesprächspartner der Agentur merkte an:
"Im Raum Sumy hat das Kommando … verwundete Kämpfer, die infolge eines russischen Angriffs auf ihren Stellungen eingeschlossen wurden, als vermisst eingestuft. Man weigert sich, sie zu evakuieren, obwohl sie noch per Funk Kontakt aufnehmen."
13:38 Uhr
Russland darf zurück? Deutschland stellt Eishockey-WM infrage

Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland steht wegen der möglichen Rückkehr Russlands vor erheblichen Schwierigkeiten. Der Deutsche Eishockey-Bund stellt inzwischen sogar die Austragung des Turniers infrage.
Nach einer Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs gegen den weiteren Ausschluss russischer Mannschaften lehnen mehrere europäische Nationalverbände eine Teilnahme Russlands weiterhin ab und drohen mit einem Boykott. Auch die Bundesregierung verweist auf Sicherheitsbedenken und eine restriktive Visapolitik.
Der Deutsche Eishockey-Bund stellt inzwischen sogar die Austragung des Turniers infrage. Auch Kanada will russische Spieler von internationalen Wettbewerben ausschließen. Das russische Außenministerium kritisiert diese Haltung scharf und spricht von einem Verstoß gegen die Olympische Charta.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:10 Uhr
AKW Saporoschje wieder ohne äußere Stromversorgung
Eine Hochspannungsleitung, die das AKW Saporoschje mit Strom versorgt, ist am Sonntagmorgen erneut außer Betrieb gegangen. Die Verwaltung des Kernkraftwerks gibt als Ursache eine Beschädigung an. Die Diesel-Stromgeneratoren seien demnach korrekt angesprungen, sodass der Betrieb der Atomanlage sicher gewährleistet werde, heißt es. Die Strahlungswerte seien im Normalbereich. Weitere Einzelheiten zu der Ursache der Abschaltung werden nicht bekannt gegeben.
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) bestätigt auf der Plattform X, dass das wegen des Ukraine-Krieges heruntergefahrene Kernkraftwerk schon wieder ohne externe Stromversorgung geblieben und auf Notstromgeneratoren angewiesen sei. Die IAEA betont, dass dies bereits das 27. Mal seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges sei, dass das größte AKW in Europa auf Stromgeneratoren angewiesen sei. Die russische Seite habe die IAEA darüber informiert, dass es genug Vorräte an Dieselkraftstoff für etwa zwei Wochen gebe.
The Zaporizhzhya Nuclear Power Plant (ZNPP) has once again lost all off-site power, forcing it to rely on emergency diesel generators for reactor cooling and other essential nuclear safety and security functions. The plant’s connection to its sole remaining external power line, Ferosplavna-1, was lost early this morning. It is the 27th such event during the conflict, underlining the continued precarious nuclear safety situation, IAEA @rafaelmgrossi says. The cause and location of the latest disconnection are not yet known. The IAEA team at the ZNPP has been informed that the plant currently has sufficient fuel reserves to operate a limited number of emergency diesel generators for around two weeks. DG Grossi stresses the importance of both restoring the ZNPP’s connection to the grid and increasing the amount of diesel fuel reserves available at the site.
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) November 8, 202612:35 Uhr
Blackout im ukrainischen Gebiet Dnjepropetrowsk: 600.000 Menschen ohne Strom
Im Gebiet Dnjepropetrowsk ist es am Sonntag zu einem Blackout gekommen. Wie das ukrainische Stromunternehmen DTEK auf Telegram bekannt gibt, seien bei einem massiven russischen Angriff "wichtige Energieobjekte" beschädigt worden. Mehr als 600.000 Einwohner der Gebietshauptstadt und anderer fünf Bezirke seien ohne Strom geblieben.
"Die örtlichen Reparaturteams arbeiten inzwischen an der Wiederherstellung der Stromversorgung, doch ihre Anstrengungen werden durch wiederholte Angriffe erschwert."
Oberste Priorität habe die Wiederherstellung der Stromversorgung für die kritisch wichtige Infrastruktur, heißt es.
Der Gouverneur des Gebietes Dnjepropetrowsk, Alexander Ganscha, ruft seine Landsleute, die vom Blackout nicht betroffen sind, dazu auf, Strom zu sparen, damit das Stromnetz stabil bleibt.
12:04 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Chatneje, Makarowo, Dolschik, Bugajewka, Schewtschenkowo, Martowoje, Kolodesnoje und Weliki Burluk im Gebiet Charkow sowie Sumy, Schostka, Putiwl, Wakalowschtschina, Welikaja Rybiza im Gebiet Sumy getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 170 Armeeangehörige verloren. Außerdem seien elf Autos, eine Haubitze, zwei Artillerieaufklärungsradare und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls seine Positionen an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Lesnaja Stenka und Malejewka im Gebiet Charkow sowie Woltschi Jar, Iljitschowka und Majaki in der Donezker Volksrepublik (DVR) getroffen habe. Dabei seien mehr als 230 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, einen Transportpanzer, 14 Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Kramatorsk, Belenkoje, Slawjansk, Krasny Molotschar, Nikolajewka, Druschkowka und Raigorodok in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 170 Kämpfer. Der Gegner habe darüber hinaus 24 Autos und eine Selbstfahrlafette verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Nowopawlowka, Kamenka, Sergejewka, Krinizy, Beloserskoje, Urizkoje, Werowka, Kriworoschje, Jakowlewka und Roganskoje in der DVR sowie Andronowka und Fedorowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe dabei mehr als 340 Kämpfer verloren. Drei Transportpanzer, sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos, ein Geschütz und sieben Anlagen der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Malinowka, Kolomijzy und Browki im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Scholtaja Krutscha, Nowowiktorowka, Nowonikolajewka und Kamyschewacha im Gebiet Saporoschje getroffen. Die Militärbehörde in Moskau schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 185 Kämpfer. Zudem seien zwei Autos außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Dnjepr habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Grigorowskoje, Preobraschenka und Jurkowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 30 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe außerdem 14 Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Munitionslager, militärisch relevante Energie-, Logistik- und Verkehrsobjekte, Drohnenwerke und 141 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den vergangenen 24 Stunden drei Lenkbomben und 538 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 282.484 Drohnen, 672 Flugabwehrraketenkomplexe, 31.569 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.795 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.883 Geschütze und Mörser verloren.
11:39 Uhr
Ein Toter und drei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 57 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 57 Ortschaften in zwölf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 52 Geschosse abgefeuert und 243 Drohnen eingesetzt, von denen 105 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei der Attacke einer ukrainischen FPV-Drohne auf ein Einfamilienhaus sei ein Einwohner der Stadt Graiworon ums Leben gekommen. Im Raum der Siedlung Golowtschino habe eine Frau Verletzungen erlitten, als eine ukrainische FPV-Drohne ihr Auto attackiert habe. Bei einer ähnlichen Drohnenattacke sei ein Einwohner der Siedlung Rschewka verletzt worden. Eine weitere Frau sei in der Siedlung Iwnja zu Schaden gekommen.
Der Krisenstab meldet darüber hinaus viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden ein Mehrfamilienhaus, 13 Einfamilienhäuser, ein Betrieb, eine soziale Einrichtung, drei Geschäfte, drei Infrastrukturobjekte, ein Lagerhaus, mehrere Gas- und Stromleitungen, ein Landwirtschaftsfahrzeug, zwei Lkw, ein Kleinbus und 13 Autos zerstört oder beschädigt worden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

