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Israelische Siedler greifen europäische Diplomaten an – US-Fotojournalistin wird schwer verletzt

Am Samstag, dem 17. Oktober 2026, ist eine Delegation europäischer Diplomaten im israelisch besetzten Westjordanland von einer Gruppe maskierter israelischer Siedler angegriffen worden. Die Diplomaten befanden sich auf dem Weg zum Dorf Taybeh, dem einzigen fast komplett christlichen Ort im Heiligen Land, als die Siedler die Straße blockierten.

Der 78-jährige französische Bürgermeister Bernard Baudoux soll von den maskierten Siedlern zu Boden geworfen, getreten und geschlagen worden sein. Er besuchte Taybeh, um seine Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung zu zeigen und an der Olivenernte teilzunehmen. Die Angreifer bedrohten weitere Delegationsmitglieder und beschädigten ein belgisches Diplomatenfahrzeug. Zur Delegation gehörten außerdem Vertreter Frankreichs, Belgiens und Polens sowie katholische Geistliche, darunter der Erzbischof von Cambrai.

Erst am Vortag war die US-amerikanische Fotojournalistin Heidi Levine schwer verletzt worden, als sie über die Siedlergewalt anlässlich der Olivenernte berichtete. Etwa 80 teilweise bewaffnete und maskierte Siedler kamen von einer Anhöhe, griffen palästinensische Olivenbauern an und setzten die Bäume in Brand. Mehrere Männer stießen Levine zu Boden und prügelten zehn Minuten lang auf sie ein. Die Täter nahmen ihre Kameras und ihr Mobiltelefon mit. Palästinensische Kollegen evakuierten die Verletzte schließlich aus der Gefahrenzone. Levine soll mehrere Wirbelbrüche und mindestens eine gebrochene Rippe, tiefe Wunden am Körper, darunter mutmaßliche Stichverletzungen, erlitten haben. Zudem auch eine schwere Fingerverletzung, die im Krankenhaus operiert werden musste.

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