International

Schoigu: UNO hat Verpflichtungen aus Getreideabkommen nicht erfüllt

Russlands Sicherheitsratssekretär Sergei Schoigu wirft UN-Generalsekretär António Guterres vor, die Verpflichtungen aus der Getreideinitiative nicht erfüllt zu haben. Moskau und Ankara hätten hingegen ihre Zusagen vollständig eingehalten.
Schoigu: UNO hat Verpflichtungen aus Getreideabkommen nicht erfülltQuelle: TASS © Sergei Sawostjanow

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu, hat dem UN-Generalsekretär António Guterres und der UNO vorgeworfen, Verpflichtungen aus der Schwarzmeer-Getreideinitiative nicht erfüllt zu haben. Die Vereinten Nationen seien der einzige Teilnehmer gewesen, der seine übernommenen Zusagen nicht umgesetzt habe. Diese Aussage traf Schoigu bei einem Treffen mit dem türkischen Außenminister Hakan Fidan. Dabei würdigte er die Rolle der Türkei bei der Schaffung des Mechanismus des Schwarzmeer-Abkommens.

"Russland und die Türkei haben ihre Verpflichtungen vollständig erfüllt. Der dritte Teilnehmer unserer Vereinbarungen konnte dies nicht tun. Ich spreche von der UNO."

Nach Angaben des russischen Sicherheitsratssekretärs habe sich die Türkei damals bemüht, eine Zunahme der Zahl hungernder Menschen weltweit zu verhindern. "Das war auch das Ziel Russlands", so Schoigu.

Die sogenannte Schwarzmeer-Getreideinitiative wurde am 22. Juli 2022 in Istanbul unter Beteiligung Russlands, der Ukraine, der Türkei und der UNO geschlossen. Sie umfasste zwei Vereinbarungen: ein Dokument zur Einrichtung eines sicheren Korridors für den Export ukrainischen Getreides aus den Häfen Odessa, Tschernomorsk und Juschny sowie ein Memorandum zur Erleichterung des Exports russischer Lebensmittel und Düngemittel.

Die Initiative wurde zunächst um 120 Tage verlängert. Anschließend folgten weitere Verlängerungen um jeweils zwei Monate. Am 17. Juli 2023 lief das Abkommen aus. Russland beendete daraufhin seine Teilnahme und erklärte, dass zentrale Vereinbarungen zu russischen Interessen nicht umgesetzt worden seien. Moskau verwies dabei unter anderem auf Probleme beim Zugang russischer Agrarprodukte und Düngemittel zu internationalen Märkten.

Im April 2025 wurde bei russisch-amerikanischen Gesprächen in Riad über eine mögliche Wiederaufnahme der Initiative gesprochen. Russland nannte dabei die Aufhebung von Sanktionen gegen die Rosselchosbank sowie ein Verbot von Angriffen auf Schiffe im Schwarzen Meer als Bedingungen.

Unterdessen teilte Fidan mit, dass er dem russischen Außenminister Sergei Lawrow bei einem Treffen in Moskau die Bereitschaft der Türkei erklärt habe, Delegationen der Konfliktparteien für Gespräche über eine Lösung des Ukraine-Konflikts zu empfangen. Die Türkei wolle die Konfliktparteien wieder an den Verhandlungstisch bringen und sei bereit, dafür eine Plattform anzubieten.

Mehr zum Thema Russland nimmt Weizenexport nach Madagaskar wieder auf – Insgesamt mehr als 100 Abnehmerländer

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.