Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee zieht Schlinge um Woltschansk im Gebiet Charkow enger

4.09.2026 12:58 Uhr
12:58 Uhr
Russischer Präsidentenberater: Trumps Ukraine-Plan ist für die Welt schwer zu verstehen
Die aktuelle Entwicklung in der Ukraine lässt den Schluss zu, dass der Plan des US-Präsidenten Donald Trump zur Konfliktlösung für die Weltgemeinschaft offensichtlich schwer zu verstehen und umzusetzen ist. Der Berater des russischen Präsidenten, Anton Kobjakowm erklärte dies bei einem Pressebriefing am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok.
"Was die Ukraine betrifft, so war sie und bleibt auch im Einflussbereich der Russischen Welt", fügte Kobjakow hinzu.
"Das ist unser genetischer Code."
Kiew werde immer die "Mutter aller russischen Städte" bleiben, so der Präsidentenberater.
12:24 Uhr
Medwedtschuk: London will Moskaus Luftverteidigungssystem durchbrechen
Großbritannien bereitet sich darauf vor, das Luftverteidigungssystem der russischen Hauptstadt mit einem massiven Einsatz von ballistischen Raketen und Langstreckendrohnen zu durchbrechen. Diese Meinung vertritt Wiktor Medwedtschuk, der im Exil lebende ehemalige Vorsitzende der größten Oppositionspartei der Ukraine. Sein Beitrag dazu wurde auf der Webseite der Bewegung "Andere Ukraine" veröffentlicht, die er derzeit leitet.
Im Laufe mehrerer Jahre habe Großbritannien eine Produktions- und Testbasis für die Serienproduktion von Aufklärungs- und Langstreckendrohnen aufgebaut, schreibt Medwedtschuk. Zudem sei ein System entwickelt worden, um ukrainische Kampferfahrung in die britische Industrie zu übertragen. Zugleich habe London Lieferketten für Triebwerke, Sprengköpfe, Treibstoff, Elektronik und andere Raketenwaffenkomponenten aufgebaut.
Ehemalige und aktuelle hochrangige britische und ukrainische Politiker, Militärs sowie Geheimdienstchefs seien laut dem ukrainischen Exilpolitiker direkt als Führungskräfte in dem System tätig.
Medwedtschuk führt aus:
"London ist nun in der Lage, die industrielle und militärische Infrastruktur der Ukraine zu nutzen, um vom Masseneinsatz von Langstreckendrohnen zur Serienproduktion von Marschflugkörpern und ballistischen Raketen überzugehen."
Es sei klar, dass Großbritannien gezielt und in großem Umfang komplexere Langstreckenwaffen entwickele, die es potenziell gegen Moskau einsetzen könne, meint Medwedtschuk.
Vor diesem Hintergrund könnten massive Drohnenangriffe auf Moskau, die Kiew im Sommer unternommen hat, als eine praktische Erkundung der Fähigkeiten der Flugabwehr betrachtet werden, die den Schutz der russischen Hauptstadt gewährleisten soll.
11:28 Uhr
Russische Truppen nehmen weiterhin logistische Anlagen des Gegners ins Visier
Einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums zufolge führen Russlands Streitkräfte weiterhin kombinierte Angriffe auf Logistikeinrichtungen, Seeschiffe, Hafenanlagen und Energieinfrastruktur durch, die im Interesse der ukrainischen Armee eingesetzt werden.
Wie es heißt, wurde in der Nacht zum Freitag mithilfe von luftgestützten Präzisionswaffen und Kampfdrohnen das Logistikzentrum von EKO-Awtotechniks in Gatnoje im Gebiet Kiew zerstört, dessen Räume für die Lagerung und den Vertrieb von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck genutzt wurden.
Laut der Behörde in Moskau wurden auch folgende Ziele im Raum Odessa getroffen:
- ein Trockenfrachter mit Militärgütern im Hafen "Juschny";
- ein Trockenfrachter mit Waffen aus westlicher Produktion an Bord, ein Lager mit Rüstungsgütern und ein Terminal zum Treibstoffumschlag im Hafen "Tschernomorsk";
- das Umspannwerk "Nowoodesskaja" in der Ortschaft Mirnoje.
10:39 Uhr
Kiew terrorisiert weiterhin das russische Grenzgebiet Belgorod
Die Behörden des Gebiets Belgorod melden 148 Angriffe aus der Ukraine in den zurückliegenden 24 Stunden. Dabei setzten Kiewer Kräfte Drohnen und Artillerie gegen Ortschaften in 15 Gemeindebezirken ein. Wie der kommissarische Gouverneur Alexander Schuwajew mitteilt, schossen russische Flugabwehrkräfte 123 unbemannte Fluggeräte ab.
Ferner meldet der Beamte fünf Todesopfer im Gemeindebezirk Schebekino. Weitere 14 Zivilisten erlitten Verletzungen. Neun Verletzte werden ihm zufolge im Krankenhaus behandelt. "Laut Ärzten befindet sich einer von ihnen in einem ernsten Zustand", schreibt Schuwajew in einer auf der Plattform Max veröffentlichten Mitteilung.
09:49 Uhr
Selenskij erwartet US-Vermittler in Kiew
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat in einer Videobotschaft angekündigt, in den kommenden Tagen die Anreise von US‑amerikanischen Vermittlern zu erwarten.
"Wir zählen darauf, die Vertreter des Präsidenten der USA hier in Kiew zu sehen", sagte Selenskij. Es seien "vorläufige Termine" festgelegt worden.
Es gebe eine Bestätigung der US-amerikanischen Seite für Treffen in Moskau und Kiew, so der ukrainische Staatschef weiter. "Es ist sehr wichtig, dass die USA weiter aktiv bleiben."
Die Ukraine sei laut Selenskij bereit für eine inhaltliche Diskussion auf hoher Ebene. Das ukrainische Verhandlungsteam sei praktisch rund um die Uhr im Kontakt mit Washington.
09:19 Uhr
Volksrepublik Donezk: Weitere Tote und Verletzte bei Angriffen aus der Ukraine
Innerhalb der vergangenen 24 Stunden haben Behörden in Donezk 47 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 56 Geschosse verschiedener Art abgefeuert.
Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 3. September bis 0:00 Uhr am 4. September (Ortszeit) kamen drei Zivilisten ums Leben. Weitere 15 Einwohner erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden sechs Wohngebäude und vier zivile Infrastruktureinrichtungen beschädigt.
Am Vortag meldeten die Behörden 28 Angriffe aus der Ukraine.
08:22 Uhr
Russische Truppen zerschlagen gegnerische Sabotagegruppe im Gebiet Saporoschje (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen, dass das russische Militär eine Sabotage- und Aufklärungsgruppe der Ukraine im Raum Saporoschje außer Gefecht setzt.
07:24 Uhr
RIA Nowosti: Russisches Militär eliminiert bei Woltschansk eingekesselte gegnerische Einheiten
Das russische Militär hat damit begonnen, die nahe Woltschansk im Gebiet Charkow eingekesselten ukrainischen Einheiten zu neutralisieren. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf eigene Quellen in den Sicherheitsbehörden Russlands. Wie es heißt, ergeben sich viele ukrainische Soldaten dem russischen Militär.
"Einige eingekesselte Kämpfer der ukrainischen Streitkräfte versuchen, durch Waldgebiete aus dem Kessel auszubrechen, und lassen dabei militärische Ausrüstung und Waffen zurück", heißt es im Bericht weiter. "Wer sich nicht ergibt, wird sofort eliminiert."
Die Intensität der Kämpfe in der Gegend nehme zu, so die Quelle der Agentur. Die russische Armee ziehe die Schlinge um Woltschansk immer enger. Im Gebiet Charkow kämpft der russische Truppenverband Nord.
3.09.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Selenskij droht ziviler Luftfahrt über Russland – Was plant die Ukraine?

Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij erwartet die Ankunft des britischen Premierministers Andy Burnham im Vorfeld ihres bilateralen Treffens im Horodetski-Haus am 24. August 2026 in Kiew.Urheberrechtlich geschützt Selenskij hat der zivilen Luftfahrt im Luftraum über Russland gedroht – manche sagen, er habe sie "gewarnt". Der russische Himmel, sagte der Kiewer Chefterrorist, gehöre künftig Drohnen, nicht Passagiermaschinen. Und tatsächlich gibt es einen finsteren Plan mit dem Codewort "M&Ms", zu dem die Drohung passt.
Mehr dazu erfahren Sie in diesem Meinungsartikel von Alexej Danckwardt.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
