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Liveticker Ukraine-Krieg – Rutte: Kiew wird verlorene Gebiete wohl kaum zurückgewinnen können

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Rutte: Kiew wird verlorene Gebiete wohl kaum zurückgewinnen können© Urheberrechtlich geschützt
  • 6.11.2026 17:59 Uhr

    17:59 Uhr

    Ukraine: 23-Jähriger trotz Altersgrenze zum Militär eingezogen

    Wie die ukrainische Journalistin Olga Lewtschuk aus Odessa berichtet, wurde ihr 23-jähriger Sohn bei einer Dokumentenkontrolle in Kiew von der Polizei zum territorialen Rekrutierungszentrum (TZK) im Stadtbezirk Petschersk gebracht. Anschließend habe sie rund 22 Stunden lang keinen Kontakt zu ihm gehabt. Die Polizei habe ihr später bestätigt, dass er sich im TZK befinde. Erst nach dieser Zeit habe ihr Sohn sie angerufen und erklärt, nichts unterschrieben zu haben. Zu diesem Zeitpunkt sei er bereits in einer Militäreinheit gewesen.

    Lewtschuk stellte die Rechtmäßigkeit seiner Mobilisierung infrage, da die allgemeine Einberufung in der Ukraine grundsätzlich erst ab 25 Jahren gilt. Das Kiewer Stadt-TZK erklärte am 5. November jedoch, ihr Sohn sei Reserveoffizier. Er habe eine militärische Ausbildung absolviert, einen Offiziersrang erhalten und den Eid geleistet. Daher könne er auch vor dem 25. Lebensjahr mobilisiert werden.

    Nach Angaben der Mutter arbeitete ihr Sohn im Bereich der Drohnenabwehr und bereitete sich darauf vor, künftig Drohnenausbilder zu werden. Drei Tage nach dem Vorfall sollte er demnach eine Zurückstellung von der Mobilisierung erhalten. Zum Zeitpunkt seiner Einberufung war diese jedoch noch nicht bewilligt.

  • 17:18 Uhr

    Rutte: Kiew wird für den Frieden territoriale Zugeständnisse machen müssen

    "Uns bleibt die Hoffnung, dass dieser Krieg endet, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Ukraine alle ihre Gebiete zurückgewinnen kann", sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte gegenüber niederländischen Medien. Derartige Kriege würden immer mit einem Friedensabkommen enden, und das sei oft ein Kompromiss, fügte er hinzu.

  • 16:56 Uhr

    Merz und Trump erörtern Beendigung des Ukraine-Konflikts

    In der Nacht hat Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Telefongespräch mit US-Präsident Donald Trump über den Konflikt in der Ukraine gesprochen. Die beiden seien sich einig, dass der Krieg so schnell wie möglich beendet werden müsse, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius.

    Nach den US-Wahlen gebe es ein "neues Gefühl der Dringlichkeit", meinte Kornelius. Ein mögliches Friedensabkommen müsse zudem von den NATO-Partnern mitgetragen werden.

    Die Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine und die Sicherheit Europas ohne europäische Beteiligung seien "aus unserer Sicht nicht zielführend", so der Sorecher weiter.

  • 16:31 Uhr

    Russisches Militär nimmt weiteres gegnerisches Schiff ins Visier

    Die Streitkräfte der Russischen Föderation setzen ihre Drohnenangriffe auf Seeschiffe fort, die militärische Güter für die ukrainischen Truppen befördern. Dies geht aus einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums hervor.  

    Laut der Behörde wurde tagsüber am Freitag im Schwarzen Meer, südwestlich von Odessa, ein Trockenfrachter getroffen, der militärische Ausrüstung sowie Güter mit doppeltem Verwendungszweck in die Ukraine transportierte.

  • 15:54 Uhr

    DVR: Ukrainisches Militär zerstört 21 Kulturerbe-Objekte

    In der Volksrepublik Donezk (DVR) wurden infolge von Angriffen aus der Ukraine 128 Objekte des kulturellen Erbes beschädigt. Dies gab der erste stellvertretende Ministerpräsident, Kirill Makarow, auf einer Veranstaltung in der gleichnamigen Republikhauptstadt mit. Laut Makarow seien 21 dieser Objekte vollständig zerstört und könnten nicht mehr wiederhergestellt werden.

    Hierbei führte er aus:

    "Da gibt es nichts mehr zu restaurieren. Es bleibt nur noch eines: dokumentarisch zu belegen, dass das Objekt existierte, was es darstellte und wie es verschwand."

    Die Daten seien nicht endgültig, da ein Teil des Gebiets der DVR noch von den ukrainischen Streitkräften besetzt sei, meinte der Vizepremier. Daher  lägen keine Angaben über den Zustand vieler Denkmäler bislang nicht vor.

  • 15:29 Uhr

    Artillerie zerstört Feldmunitionslager der ukrainischen Einheiten im Raum Saporoschje (Video)

    Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen, dass die Artilleriesoldaten des Truppenverbands Ost Feldmunitionslager und Drohnenleitstellen des Gegners im Gebiet Saporoschje eliminieren. Dabei seien Selbstfahrlafetten vom Typ Gwosdika (zu Deutsch Nelke) eingesetzt worden, teilt die Behörde mit.   

  • 14:59 Uhr

    Marotschko: Kiew evakuiert Bewohner frontnaher Gebiete

    Nach Angaben des Militärexperten Andrei Marotschko evakuieren die ukrainischen Behörden die Bevölkerung von den Gebieten Sumy, Saporoschje und Dnjepropetrowsk sowie von dem von den ukrainischen Streitkräften besetzten Teil der Volksrepublik Donezk. Es handele sich um die Ortschaften, die in einem Umkreis von 20 Kilometern von der Frontlinie liegen. Wie Marotschko gegenüber TASS erklärte, verschweige das Kiewer Regime die Evakuierung aus einigen dieser Ortschaften.

    Marotschko fügt hinzu, es lägen zudem Berichte über die Evakuierung mehrerer von Kiew kontrollierter Verwaltungsstellen im Gebiet Cherson vor.

  • 14:32 Uhr

    Bürgermeister Klitschko: Vollständige Eigenversorgung Kiews über Notstrom nicht machbar

    Kiew wird seinen Strombedarf nicht allein durch Notstromaggregate und kleine Generatoren decken können, erklärte der Bürgermeister der Hauptstadt der Ukraine, Vitali Klitschko. Kiews Strombedarf liegt bei zwei Gigawatt – eine Menge, die unmöglich allein über Generatoren bereitgestellt werden kann.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 14:03 Uhr

    LVR: Erneuter ukrainischer Angriff auf Kleinbus – drei Zivilisten verletzt

    Kiewer Kräfte haben auf einer Straße in der Volksrepublik Lugansk (LVR) erneut einen Linienbus angegriffen. "Neonazis griffen einen Kleinbus an, der auf der Strecke Woronesch – Lugansk unterwegs war", schreibt der Republikchef Leonid Passetschnik auf der Plattform Max. Laut dem Beamten erlitten dabei drei Fahrgäste Verletzungen.

    Zwei Verletzte erhielten laut dem Beamten die notwendige medizinische Versorgung und wurden in eine ambulante Weiterbehandlung entlassen. "Ein Fahrgast bleibt unter medizinischer Beobachtung", fügt Passetschnik hinzu.

  • 13:30 Uhr

    Wichtige Aussagen des Kremlsprechers Dmitri Peskow beim Pressebriefing am Freitag

    "Es gibt keinerlei Details" zu "dem großen Abkommen zum Ukraine-Krieg", das von US-Präsident Donald Trump angekündigt worden sei, erklärte Dmitri Peskow.

    Weitere Äußerungen des russischen Präsidentensprechers:

    • Russland hat von europäischen Ländern keinerlei Vorschläge zu Sicherheitsgarantien für alle Parteien des Ukraine-Konflikts erhalten.

    "Sie sind uns nicht bekannt."

    • Wenn es um die Gewährleistung der Sicherheit Russlands und der Ukraine geht, dann wird es natürlich – auf die eine oder andere Weise – auch um die künftige Sicherheitsarchitektur in Europa gehen.

    "Deshalb wird ein Gespräch mit den Europäern erforderlich sein."

    • Die EU-Staaten können sich bislang nicht darauf einigen, wer in ihrem Namen mit Russland sprechen darf.

    "Wir stellen eine anhaltende Unentschlossenheit und mangelnde Bereitschaft fest."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.