Liveticker Ukraine-Krieg – Militärexperte: Kiewer Kräfte geraten bei Orechow unter Druck

13.10.2026 21:20 Uhr
21:20 Uhr
Gebiet Cherson: Kiewer Kräfte verminen Straßen, die Zivilisten für Lebensmitteleinkauf nutzen
Das ukrainische Militär vermint viele Landstraßen, darunter auch die Verbindung zwischen Aljoschki und Radensk, im Raum Cherson rund um die Uhr. Nach Angaben der lokalen Behörden handele es sich um die Strecken, die von Zivilisten genutzt werden, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen.
Darüber hinaus würden auf den Straßen sogenannte "lauernde Drohnen" gesichtet, die auf ihre Ziele warteten.
Der Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete kürzlich die humanitäre Lage in Aljoschki als kritisch. Aufgrund von ukrainischem Beschuss und Drohnenangriffen sei es unmöglich, Lebensmittel oder Medikamente dorthin zu liefern, teilte Peskow mit. Er fügte hinzu, dass die russischen Streitkräfte daran arbeiteten, die Krise in der Stadt zu bewältigen.
21:00 Uhr
Verletzte im Grenzgebiet Belgorod durch Angriffe aus der Ukraine
Die ukrainischen Einheiten haben tagsüber am Dienstag (Ortszeit) mehrere Ortschaften in fünf Gemeindebezirken des Gebiets Belgorod mit Drohnen angegriffen. Wie der lokale Krisenstab bekannt gibt, wurden dabei vier Zivilisten, darunter ein 16-jähriger Jugendlicher, verletzt.
Wie es heißt, entstanden bei den Drohnenattacken Schäden an elf Eigenheimen, sechs zivilen Fahrzeugen, drei Infrastruktureinrichtungen und einem Geschäftsraum.
20:41 Uhr
Russische Luftstreitkräfte werfen tonnenschwere Bomben auf gegnerische Anlagen ab (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen, dass die Luftstreitkräfte Ansammlungen der ukrainischen Einheiten mit Drei-Tonnen-Bomben angreifen.
Dabei wurden folgende Ziele getroffen:
- eine Drohnenleitstelle in der Volksrepublik Donezk
- ein temporärer Truppenstandort im Gebiet Saporoschje
- temporäre Truppenstandorte im Gebiet Dnjepropetrowsk.
20:27 Uhr
Ukrainisches Militär setzt Drohnenterror gegen russische Regionen fort
In der Zeitspanne von 8 Uhr bis 20 Uhr Moskauer Zeit hat Russlands Luftverteidigung insgesamt 70 ukrainische unbemannte Fluggeräte über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Tula, über der Moskauer Region und der Republik Krim zerstört. Dies gibt das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt.
19:53 Uhr
Moskau: Immer mehr Mitglieder ausländischer krimineller Organisationen kommen ins Konfliktgebiet in der Ukraine
Russlands Innenminister Wladimir Kolokolzew hat bei einem Treffen in Islamabad mit seinem pakistanischen Amtskollegen Mohsin Raza Naqvi festgestellt, dass die internationale Kriminalität heute "in größerem Umfang, technologisch fortschrittlicher und vielfältiger agiert". Darüber berichtet die Nachrichtenagentur TASS.
Es sei eine zunehmende Verflechtung zwischen extremistischen Organisationen, terroristischen Gruppierungen und der organisierten Kriminalität zu beobachten, betonte der russische Minister. Darüber hinaus gebe es Versuche, diese Kräfte zur Destabilisierung einzelner Länder und ganzer Regionen einzusetzen.
Im Zuge der militärischen Spezialoperation in der Ukraine sehen sich russische Truppen und Geheimdienste laut Kolokolzew immer wieder mit Nationalisten und Kämpfern krimineller Organisationen konfrontiert, die in großer Zahl aus dem Ausland ins Kampfgebiet kommen würden. Darunter seien auch Angehörige lateinamerikanischer Drogenkartelle.
Ferner habe Russlands Innenminister darauf hingewiesen, dass die Waffen immer öfter aus Konfliktgebieten ausgeführt würden. So habe sich die Ukraine zu einem Akteur beim Schmuggel von Militärgütern entwickelt, die in die Hände von Kriminellen in beliebigen Ländern gelangen könnten.
19:25 Uhr
Verletzte bei Artilleriebeschuss durch ukrainisches Militär in Energodar
Kiews Kräfte terrorisieren weiterhin die Zivilbevölkerung in Energodar im Gebiet Saporoschje. In der Stadt befindet sich das Atomkraftwerk Saporoschje.
Wie der Bürgermeister Maxim Puchow mitteilt, führte das ukrainische Militär am Dienstagnachmittag (Ortszeit) vier Artillerieangriffe auf das Gelände in der Nähe des Sport- und Gesundheitskomplexes der nuklearen Anlage durch.
"Bei dem Beschuss wurden drei Zivilisten verletzt", schreibt der Beamte auf der Plattform Max. Sie hätten Splitterwunden sowie Knochenbrüche erlitten.
Des Weiteren teilt der Bürgermeister mit, dass ukrainische Kämpfer ihre massiven Drohnenangriffe auf die Wohnviertel in der Stadt fortsetzen würden. Nach vorläufigen Angaben sei mindestens ein Wohngebäude in Brand geraten.
18:51 Uhr
Gebiet Kursk: Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff verletzt
Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte ist im russischen Gebiet Kursk ein Zivilist verletzt worden. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein auf der Plattform Max mit:
"Eine feindliche Drohne hat den Bezirk Belowski angegriffen. Im Dorf Kamyschnoje wurde ein 47-jähriger Mann verletzt. Er erlitt ein Minen- und Explosionstrauma sowie Splitterverletzungen an der rechten Schulter, am Brustkorb, an beiden Unterarmen, am Bauch und an den Beinen."
Der Verletzte wurde erstversorgt und soll nach Kursk gebracht werden.
18:32 Uhr
Russische Armee greift Drohnenlager und Frachter an
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums haben die russischen Streitkräfte am 13. Oktober ein Logistiklager in Mikulitschi im Gebiet Kiew sowie einen Frachter im Bug-Liman angegriffen. In dem Lager seien Kampfdrohnen aufbewahrt worden. Das Frachtschiff habe Militärgüter und Güter mit doppeltem Verwendungszweck zum Hafen von Nikolajew transportiert.
18:16 Uhr
Johann Wadephul verspricht Kiew weiterhin Unterstützung
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat der Ukraine eine verlässliche Unterstützung zugesagt. Das Land brauche diese "dringender denn je", sagte Wadephul vor der Abreise zum Sicherheitsforum in Warschau.
"Wir sind verlässliche Unterstützer der Ukraine und stärken unsere gemeinsame Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit in der NATO", so der Außenminister weiter, um zu schließen:
"Europas Verteidigung beginnt mit der Ukraine – aber sie endet dort nicht. Auch wir sind im Fadenkreuz."
18:01 Uhr
Zustimmung der Deutschen zu EU-Beitritt der Ukraine sinkt seit 2022 deutlich
Die Bürger in Deutschland gehen mit Blick auf die EU-Beitrittsambitionen der Ukraine auf Distanz. Die Zustimmung zu einem EU-Beitritt des osteuropäischen Landes ist unter den Deutschen von ehemals 61 Prozent im März 2022 auf 41 Prozent im Juni 2026 gefallen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. In der Erhebung wird weiter festgestellt:
"Während die Bürger in der Ukraine ihren nationalen Widerstand auch als Verteidigung der EU sehen und sich eine rasche Mitgliedschaft wünschen, bleibt in der Europäischen Union die Skepsis spürbar."
In der aktuellen Umfrage sprechen sich 53 Prozent der in der EU Befragten dagegen aus, der Ukraine schon bald die volle Mitgliedschaft zu gewähren.
Auch bei den kurzfristigen wirtschaftlichen Belastungen für Anpassungen im Rahmen des Beitrittsprozesses ist die öffentliche Meinung geteilt. Während zwei Drittel der Ukrainer ihre Bereitschaft erklären, höhere Kosten zu schultern, lehnen fast zwei Drittel der EU-Bürger dies ab.
Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert Osteuropa-Expertin Miriam Kosmehl von der Bertelsmann Stiftung mit den Worten:
"Die prekäre Finanzlage der Ukraine ist eine Herausforderung für die gesamte EU, denn die Stabilität in unserem großen europäischen Nachbarland ist in unserem gemeinsamen Interesse."
Allein für den Wiederaufbau werde der Finanzbedarf inzwischen auf über 500 Milliarden Euro geschätzt. Um diesen Bedarf zu decken, sei "ein umfassender Mix" aus einander ergänzenden und verstärkenden Instrumenten erforderlich. Dafür ist entscheidend, die Unterstützung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten, so die Expertin.
EU-Beitritt der Ukraine: Die Zustimmung sinkt – und Europa steht vor einer politischen Herausforderung. Unsere neue Umfrage zeigt: 53 % der EU-Bürger:innen sprechen sich gegen einen EU-Beitritt der Ukraine aus. In Deutschland ist die Zustimmung von 61 % (2022) auf 41 % im Juni 2026 gesunken. (bu)
— Bertelsmann Stiftung (@bertelsmannst.bsky.social) 13 октября 2026 г. в 10:38
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.