Liveticker Ukraine-Krieg: Kommunikationszentrum in Kiew mit Präzisionswaffen getroffen

30.09.2026 09:57 Uhr
09:57 Uhr
Vorstoß ukrainischer Sturmgruppen im Gebiet Saporoschje vereitelt
Panzerbesatzungen des russischen Truppenverbands Ost hätten vorrückende Sturmgruppen der ukrainischen Armee im Gebiet Saporoschje eliminiert. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit.
"Piloten von Aufklärungsdrohnen haben die Bewegung von Sturmgruppen der ukrainischen Streitkräfte in Richtung der Stellungen von Einheiten des Verbandes Ost entdeckt. Die Kämpfer sind entlang von Waldstreifen vorgerückt und Geländeunebenheiten sowie die Vegetation für eine unbemerkte Annäherung genutzt. Nach der Entdeckung der vorrückenden Gruppen sind die Besatzungen der T-80BVM-Panzer in Feuerstellungen gefahren und dem gegnerischen Personal Verluste durch Beschuss zugefügt. Infolgedessen wurden die Sturmgruppen der ukrainischen Streitkräfte eliminiert."
Das Vorgehen der Panzerbesatzungen habe es ermöglicht, den Angriffsversuch des Gegners zu verhindern und damit die Stellungen des Verbandes zu schützen, merkt die Militärbehörde an.
09:19 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden vier Verletzte
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, seien im Laufe des Tages infolge ukrainischer Angriffe vier Personen verletzt worden. Eine von ihnen sei in kritischem Zustand.
Insgesamt seien 18 Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet fünfmal mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern beschossen. Zudem habe der Gegner einen Sprengsatz mittels einer Drohne abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden seien insgesamt 119 Drohnen abgeschossen worden, fügt Schuwajew hinzu.
08:45 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht fast 400 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 384 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kostroma, Kursk, Orjol, Pensa, Rostow, Rjasan, Samara, Saratow, Uljanowsk, den Regionen Moskau und Perm, den Teilrepubliken Baschkortostan, Krim und Tatarstan sowie den Gewässern des Schwarzen Meeres zerstört.
08:10 Uhr
Kommunikationszentrum in Kiew mit Präzisionswaffen getroffen

Symbolbild: Kampfeinsatz eines Mehrfachraketenwerfersystems vom Typ Grad in der DVRStanislaw Krasilnikow / Sputnik In der vergangenen Nacht habe das russische Militär einen massiven Schlag mit bodengestützten Präzisionswaffen und Langstreckenkampfdrohnen geführt. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau am Morgen mit.
Folgende Ziele seien dabei in der Ukraine getroffen worden:
- ein Kommunikationszentrum in Kiew,
- Objekte des Energiesystems im Gebiet Kiew, die die Rüstungsproduktion gewährleisten,
- die Infrastruktur des Hafens von Ismajil.
07:28 Uhr
Truppenverband Nord eliminiert in der Nacht mehr als 160 ukrainische Kämpfer
Artilleriebesatzungen des russischen Truppenverbands Nord hätten in der vergangenen Nacht mit Unterstützung von Drohneneinheiten mehr als 200 Feueraufgaben in den Gebieten Charkow und Sumy ausgeführt. Dies teilt die Pressestelle des Truppenverbands gegenüber TASS mit.
Durch den Einsatz von Artillerie und Mehrfachraketenwerfern seien ein Mörser, elf Drohnenleitstellen, 166 ukrainische Soldaten sowie 25 Geländefahrzeuge eliminiert worden, hieß es.
Zudem hätten die Luftabwehreinheiten des Verbands 119 gegnerische Drohnen zerstört, die in Richtung der russischen Grenzregionen geflogen waren.
29.09.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:51 Uhr
Tokajew für Einfrieren der Kampfhandlungen in der Ukraine

Bundeskanzler Friedrich Merz und der kasachische Präsident Kassym-Jomart Tokajew während der Begrüßungszeremonie in Berlin am 29. September.CLEMENS BILAN / TASS Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat seine Position zur Beilegung des Ukraine-Konflikts auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz erläutert:
"Ich habe von einem Einfrieren der Kampfhandlungen auf dem Gebiet der Ukraine gesprochen, um zu einem Prozess diplomatischer oder wie auch immer gearteter Verhandlungen überzugehen. Das ist unsere Position, unabhängig davon, was auf dem Gebiet der Ukraine geschieht."
Tokajew betonte zugleich, Kasachstan werde sowohl Russland als auch die Ukraine weiterhin als "gute Freunde" betrachten. "Wir respektieren das ukrainische Volk, seine Geschichte, Kultur, Traditionen und natürlich auch die ukrainische Sprache sehr", fügte er hinzu. Einen sofortigen Stopp des Krieges habe er hingegen nicht gefordert, da dies seiner Einschätzung nach unter den gegenwärtigen Bedingungen unrealistisch wäre.
Zugleich dankte Tokajew dem russischen Präsidenten Wladimir Putin dafür, dass dieser seine persönliche Position zur Beilegung des Konflikts "mit großem Verständnis" aufgenommen habe. "Wir alle, die Staatsoberhäupter, treten für die Beendigung der Kampfhandlungen auf dem Gebiet der Ukraine ein, einschließlich des Präsidenten Russlands", erklärte der kasachische Präsident.
Tokajew hält sich zu einem offiziellen Besuch in Deutschland auf. Dort führte er Gespräche mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und traf zuvor mit Vertretern führender deutscher Wirtschaftsverbände und Finanzinstitute zusammen.
21:40 Uhr
Guterres besorgt über steigende Zahl ziviler Opfer in Russland
UN-Generalsekretär António Guterres ist nach Angaben seines Sprechers Stéphane Dujarric über die steigende Zahl ziviler Opfer infolge zunehmender Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf russisches Staatsgebiet besorgt.
Dujarric erklärte zudem, Guterres stehe angesichts der Gespräche über ein mögliches trilaterales Treffen unter Beteiligung der USA weiterhin mit Russland und der Ukraine in Kontakt.
Zugleich berichtete der UN-Sprecher, dass am Rande der UN-Generalversammlung mehrere nichtöffentliche Treffen verschiedener Delegationen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts stattgefunden hätten.
Dujarric äußerte die Hoffnung, dass die betroffenen Staaten die Zeit bei den Vereinten Nationen für Verhandlungen und Fortschritte auf dem Weg zu einer Beendigung des Konflikts nutzen würden. Guterres sei in dieser Frage weiterhin "so aktiv wie möglich", fügte der UN-Sprecher hinzu.
21:25 Uhr
Drei Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff im Gebiet Belgorod
Bei einem Drohnenangriff auf das Gebiet Belgorod sind im Dorf Bessonowka drei Menschen verletzt worden. Dies teilte der operative Stab der Region mit, wie die Nachrichtenagentur TASS berichtet. Dem Einsatzstab zufolge erlitt einer der Verletzten bei der Detonation einer Drohne eine tiefe Verletzung des Brustkorbs sowie Splitterverletzungen am Bauch, Unterarm und Unterschenkel. Er wurde in schwerem Zustand in das regionale Klinikum eingeliefert. Zwei weitere Männer mit durchdringenden Verletzungen am Bauch, an Armen und Beinen wurden in das Städtische Krankenhaus in Belgorod gebracht.
21:11 Uhr
Abgeordneter: Ukraine hat Auftauchen neuer russischer Drohnen übersehen
Die Ukraine hat das Auftauchen neuer russischer Drohnen mit Strahlantrieb "übersehen". Dies erklärte der Abgeordnete der Werchowna Rada, Sergei Rachmanin, wie auf dem ukrainischen Nachrichtenportal Strana.ua berichtet wird.
Seinen Angaben zufolge würden die neuen russischen Drohnen der Typen Geran-4 und Geran-5 in einer Höhe von mehr als sieben Kilometern in den Wirkungsbereich der ukrainischen Luftabwehr eindringen. Leichte ukrainische Luftabwehrsysteme könnten hingegen gewöhnliche Drohnen nur in Höhen von bis zu fünf Kilometern abschießen.
Hinzu komme, dass die neuen Drohnen mit einer Geschwindigkeit von 450 bis 600 Kilometern pro Stunde flögen und von ukrainischen Abfangdrohnen nicht eingeholt werden könnten. Der Abgeordnete fügte hinzu:
"Und dann ist es entweder sehr teuer, sie abzuschießen, oder es gibt keine Raketen. Leider wird ein erheblicher Teil der Objekte zerstört werden."Bereits zuvor hatte die New York Times (NYT) berichtet, dass die neuen russischen Drohnen mit Strahltriebwerken in der Ukraine für erhebliche Besorgnis sorgten. Bei den russischen Angriffen auf Kiew sei eine "neue unheilvolle Besonderheit" in Form solcher Drohnen aufgetreten. Diese "lösen Besorgnis aus, überlasten die Luftabwehr und markieren nach Einschätzung von Analysten und Regierungsvertretern eine gefährliche neue Phase des Krieges", so die NYT.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

