Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte treffen Ziele in Kiew und im Gebiet Nikolajew

13.10.2026 16:01 Uhr
16:01 Uhr
Volksrepublik Lugansk: Drei Minderjährige bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt
Die ukrainischen Streitkräfte haben in den vergangenen 24 Stunden die Volksrepublik Lugansk beschossen. Dabei wurden sechs Zivilisten verletzt, unter ihnen drei Minderjährige. Das teilte der Republikchef Leonid Passetschnik in seinem Telegram-Kanal mit.
In der Siedlung Krasny Kut wurden ein sechsjähriges Mädchen und seine Mutter verletzt. In der Stadt Almasnaja erlitten zwei Männer und ein 16-jähriger Jugendlicher Verletzungen. In der Stadt Swatowo wurde ein neunjähriges Mädchen durch eine gegnerische Drohne verletzt.
In mehreren Bezirken wurden infolge der Angriffe Wohnhäuser, Fahrzeuge sowie Anlagen der Energieversorgung und der zivilen und kommerziellen Infrastruktur beschädigt. Die zuständigen Dienste und die örtlichen Behörden sind dem Republikchef zufolge an der Beseitigung der Folgen beteiligt.
Die Luftabwehr und mobile Feuereinheiten zerstörten über dem Gebiet der Republik rund 40 Luftziele.
15:44 Uhr
WP: USA und Europa erarbeiten Friedensplan für die Ukraine mit vier Punkten
Die USA und Europa bereiten einen Vorschlag zur Beilegung des Ukraine-Konflikts vor, der aus vier Punkten bestehen soll. Das berichtete der Kolumnist der Zeitung Washington Post, David Ignatius, unter Berufung auf Quellen.
Washington und Brüssel arbeiteten demnach an einem gemeinsamen Friedensvorschlag, der Russland und der Ukraine finanzielle und sicherheitspolitische Vorteile bringen und eine Grundlage für die Klärung territorialer Streitfragen schaffen solle. Einem US-Beamten zufolge sehe der Entwurf vor, Russland Vereinbarungen mit Europa in den Bereichen Sicherheit und Wirtschaft anzubieten, die als Basis für Stabilität in der Region dienen sollten.
Die vier Punkte des Plans lauteten demnach:
- Wiederaufbau der Ukraine. Die Unterhändler wollten von Kiew dafür eine Kostenschätzung anfordern.
- Sicherheitsgarantien für die Ukraine und für Russland. Welche Vereinbarungen mit Moskau angestrebt werden, sei bislang unklar.
- Energieabkommen zwischen Russland, der Ukraine und Europa. Dazu könne der Bau einer Pipeline für Energielieferungen nach Europa gehören, die Einnahmen für Moskau und Kiew bringen würde. Der Punkt umfasse zudem den Zugang Russlands zum europäischen Energiemarkt und Fristen für die Aufhebung von Sanktionen.
- Waffenruhe entlang der aktuellen Frontlinie.
15:24 Uhr
Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff auf Auto in Schebekino verletzt
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Stadt Schebekino im Gebiet Belgorod ein Auto mit einer FPV-Drohne angegriffen. Dabei wurde ein Zivilist verletzt. Wie der Einsatzstab des Gebiets mitteilte, wurde der Mann mit Splitterverletzungen an Händen, Brustkorb und Bauch ins Krankenhaus gebracht.
Außerdem wurden bei ukrainischen Angriffen im Bezirk Schebekino ein Gewerbeobjekt, die Verglasung eines Mehrfamilienhauses, ein Infrastrukturobjekt, eine soziale Einrichtung, ein Betrieb und ein Lager beschädigt. Im Bezirk Waluiki wurden ein Gewerbeobjekt und ein Mehrfamilienhaus getroffen, im Bezirk Nowy Oskol ein Auto und im Bezirk Belgorod die Fassade einer sozialen Einrichtung. Bei einem Drohnenangriff auf ein Gewerbeobjekt im Bezirk Jakowlewo wurden eine Straßenlaterne und ein Auto beschädigt.
14:56 Uhr
Kiesewetter: Brüssel sollte Kiew zu Angriffen auf russische Ölraffinerien ermuntern
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter stärkt dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump den Rücken.
"Die Ukraine hat mit den gezielten Angriffen auf russische Ölraffinerien legitime Ziele des Aggressors getroffen und trägt mit den weitreichenden Sanktionen effektiv dazu bei, Russlands Kriegsmaschine zu schwächen", sagte Kiesewetter laut dem Fernsehsender ntv.
"Europa und Deutschland sollten die Ukraine deshalb darin bestärken, weiterhin relevante Ziele in Russland auszuschalten, denn das ist im Sinne der europäischen Sicherheit", so der Politiker weiter.
14:25 Uhr
"Weil ich es sage" – Trump erklärt Waffenruhe trotz Dementis aus Moskau und Kiew für vereinbart

Obwohl die Presse ihn auf jüngste Verstöße aufmerksam machte, beharrte US-Präsident Donald Trump am Montag in Washington D.C. darauf, dass eine Energie-Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland bestehe.
Eine Pressevertreterin erinnerte den Republikaner daran, dass "beide Seiten behaupten, sie hätten dem Energie-Waffenstillstand nicht zugestimmt". Trump widersprach:
"Wissen Sie, warum? Weil ich gesagt habe: 'Ihr stimmt zu.' Deshalb. Sie haben zugestimmt, weil ich gesagt habe, dass sie zustimmen."
Das Staatsoberhaupt der USA wiederholte mehrmals, dass "dieser Krieg eine Katastrophe" sei, betonte aber auch, dass "Selenskij sich darauf konzentrieren muss, die Einigung zu erzielen, und nicht nur darüber reden".
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
13:49 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Dienstag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Wie es heißt, haben die russischen Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den ukrainischen Truppen entlang der Front Niederlagen zugefügt.
Einheiten des Truppenverbands Nord ziehen im Gebiet Charkow die Schlinge um die ukrainischen Truppen enger und erweitern die äußere Kontrollzone. Innerhalb des Kessels wird um die Befreiung der Ortschaften Nikolajewka, Warwarowka und Nefjodowka gekämpft. Die personellen Verluste der eingekesselten ukrainischen Einheiten betrugen binnen 24 Stunden bis zu 60 Soldaten. Zudem wurden ein Fahrzeug und fünf bodengestützte Robotersysteme außer Gefecht gesetzt. Bei der Erweiterung des außerhalb des Kessels kontrollierten Gebiets werde um die Ortschaften Prikolotnoje, Kotowka und Gogino gekämpft.
Bei den Kämpfen entlang der Front wurden mehr als 1.285 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- 92 Fahrzeuge
- 13 gepanzerte Kampffahrzeuge
- elf Artilleriegeschütze
- sieben Stationen für elektronische Kampfführung
- ein Panzer
- ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Objekte der ukrainischen Rüstungsindustrie und der Verkehrsinfrastruktur, die der Gegner zu militärischen Zwecken benutze, Werkhallen zur Drohnenproduktion und deren Lager sowie Stützpunkte ukrainischer Soldaten und ausländischer Söldner an 142 Orten. Die russische Luftabwehr habe in den letzten 24 Stunden 883 Starrflüglerdrohnen abgefangen.
13:21 Uhr
Russischer Truppenverband Mitte befreit in Dobropolje binnen eines Tages 286 Gebäude
Soldaten des russischen Truppenverbands Mitte haben in den vergangenen 24 Stunden in der Stadt Dobropolje in der Volksrepublik Donezk 286 Gebäude befreit, darunter drei Produktionsanlagen. Bis zu 65 ukrainische Soldaten wurden getötet. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
12:58 Uhr
FSB nimmt Frau fest, die im Auftrag des SBU Drohnenangriff auf russischen Militärflugplatz vorbereitet haben soll
Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB haben in Woronesch eine russische Staatsbürgerin festgenommen. Sie soll im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes SBU einen Drohnenangriff auf den russischen Militärflugplatz Baltimor vorbereitet haben. Das teilte die Pressestelle des FSB mit. Ziel des SBU sei es gewesen, die Infrastruktur des Flugplatzes zu zerstören, die Flugzeuge zu treffen und Personal zu töten.
Die Frau sei dem FSB zufolge 2022 während eines Aufenthalts in der Ukraine von einem Vertreter der ukrainischen Geheimdienste angeworben worden. Später sei sie auf Anweisung ihres Betreuers nach Woronesch gereist und habe dort eine Garage gemietet, um darin Drohnen zusammenzubauen und zu starten. Die Steuerung habe über das Internet durch Bediener auf ukrainischem Gebiet erfolgen sollen. Aus zuvor angelegten Verstecken habe die Frau neun Drohnenbausätze mit Sprengsätzen sowie Steuerungstechnik abgeholt und in die Garage gebracht. In jedem Bausatz hätten sich rund 500 Gramm Sprengstoff ausländischer Herkunft befunden.
Der FSB konnte die Frau nach eigenen Angaben rechtzeitig festnehmen und den Anschlag in der Vorbereitungsphase verhindern.
12:26 Uhr
Wegen fehlender Daten: Ukrainische Luftabwehr konnte auf Raketenstarts nicht rechtzeitig reagieren
Die ukrainische Luftabwehr hat gestern nicht rechtzeitig auf Starts russischer ballistischer Raketen reagieren können. Der Grund seien fehlende Daten der westlichen Partner Kiews, sagte Juri Ignat, Leiter des Pressedienstes der ukrainischen Luftstreitkräfte.
Im ukrainischen Fernsehsender Rada führte Ignat den Vorfall auf "technische Umstände" zurück. Es komme vor, dass solche Informationen nicht ankämen, und es sei nicht der erste derartige Fall. Er gehe davon aus, dass ukrainische Fachleute das Problem gemeinsam mit den Partnern lösen würden.
Am Montagabend hatten mehrere ukrainische Medien berichtet, dass die Explosionen in Kiew vor der Auslösung des Luftalarms zu hören waren. Später bestätigten die ukrainischen Luftstreitkräfte, dass die ballistischen Ziele von Radaranlagen erst während des Angriffs auf Kiew erfasst worden waren.
11:54 Uhr
Rüstungsbetrieb, Lokomotivdepot und Logistikzentrum: Russland trifft Ziele in Kiew und im Gebiet Nikolajew
Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht kombinierte Angriffe mit bodengestützten Präzisionswaffen und Drohnen gegen Betriebe der Rüstungsindustrie, Logistikzentren sowie Anlagen der Eisenbahn- und Hafeninfrastruktur der Ukraine durchgeführt. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilt, waren auch Schiffe Ziel, die Militärgüter in die Ukraine lieferten.
Dem Ministerium zufolge wurden getroffen:
In Kiew
- Eine Werkhalle des Unternehmens Pulp Mill Print, in der Raketen und Langstreckendrohnen hergestellt wurden.
- Das Lokomotivdepot Darniza, das Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten an Schienenfahrzeugen durchführt, die für den Transport von Militärgütern und Gütern mit doppeltem Verwendungszweck für die ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werden.
Im Gebiet Nikolajew
- Das Logistikzentrum Nowaja Potschta in der Ortschaft Ternowka, in dem Güter mit doppeltem Verwendungszweck für die ukrainischen Streitkräfte gelagert wurden.
- Ein Drohnenlager in der Ortschaft Meschkowo-Pogorelowo.
Im Bug-Liman
- Ein Frachtschiff, das Militärgüter und Güter mit doppeltem Verwendungszweck in den Hafen Nikolajew lieferte.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
