Deutschland

Was die deutschen sozialen Medien an diesem Sonntag erregt

Sonntagskaffee, Smartphone in der Hand und reichlich Stoff für Aufregung. In den deutschen sozialen Medien wird auch an diesem Sonntag wieder kräftig diskutiert.
Was die deutschen sozialen Medien an diesem Sonntag erregtQuelle: RT

Von Hans-Ueli Läppli

Das deutsche Netz bebt. Eine Meldung über Robert Habeck und seinen früheren Staatssekretär Patrick Graichen sorgt für Aufregung. Der Vorwurf wiegt schwer. Die beiden sollen die Interessen des eigenen Landes verraten haben. 

Habeck, Graichen und ihre Mitstreiter haben mit ihrer Politik Teile der deutschen Wirtschaft an die Wand gefahren. Die Insolvenzwelle ist auch eine Folge dieses Kurses.

Wer einem Land solchen Schaden zufügt, darf sich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen. Diese grünen Funktionäre müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger hat die politische Szene erschüttert. Der bayerische Wirtschaftsminister, stellvertretende Ministerpräsident und Vorsitzende der Freien Wähler wurde am 4. November im Alter von nur 55 Jahren tot in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden.

Die Nachricht löste parteiübergreifend Bestürzung aus. Markus Söder sprach von einer "absoluten Tragödie", auch Politiker von Grünen, CDU, FDP und AfD bekundeten ihre Anteilnahme.

Doch nicht nur in den politischen Führungsetagen ist die Erschütterung gross. Ein Blick in die Kommentare und Antworten auf X macht deutlich, wie viele Menschen der Tod Aiwangers getroffen hat.

Während viele Menschen ihre Bestürzung über Aiwangers Tod zum Ausdruck bringen, finden sich in den sozialen Netzwerken aber auch Reaktionen, die fassungslos machen.

Einige Nutzer aus dem grünen Lager scheinen sich über seinen Tod sogar zu freuen. Gefühllos und hirnlos, wie die Grünen nun einmal sind!

Für Empörung sorgt auch Angela Merkel. Die Altkanzlerin setzt DDR-Bürger mit Syrern gleich, die erst vor wenigen Jahren nach Deutschland gekommen seien.

Auf X hagelt es Kritik. Viele Nutzer werfen ihr Geschichtsvergessenheit vor und erinnern daran, dass DDR-Bürger immer Deutsche waren.

Auch über eine mögliche Kandidatur Merkels für das Amt des Bundespräsidenten wird spekuliert. Nach ihrer Gleichsetzung von DDR-Deutschen und Syrern dürfte sie sich mit dieser Aussage allerdings keinen Gefallen getan haben. Die Diskussion um ihre mögliche Rückkehr ins höchste Staatsamt erhält damit neuen Zündstoff.

Auch Merz' Bereitschaft, weitere Milliarden für die Ukraine bereitzustellen, sorgt für Streit. Vor allem die AfD kritisiert die zusätzlichen Hilfen scharf und stellt die Prioritäten der Bundesregierung infrage.

Apropos AfD: Viele Linke feiern die sogenannte "blaue Welle" in den USA und die Erfolge der Demokraten gegen Trump. Geht es allerdings um eine blaue Welle in Deutschland, also um die AfD, ist von dieser Begeisterung plötzlich nichts mehr übrig.

Was in Amerika als demokratischer Erfolg gefeiert wird, gilt in Deutschland als unerwünscht.

Wasser predigen und Wein trinken: Für Empörung sorgt ein Ausschnitt aus einem Interview mit Julian Reichelt im Podcast Ben ungeskriptet. Reichelt berichtet von privaten Treffen mit zehn bis zwölf Personen, bei denen sich auch Politiker nicht an die damals geltenden Corona-Regeln gehalten hätten.

Die Mächtigen hätten selbst nicht an die Vorschriften geglaubt, die sie der Bevölkerung auferlegten, so Reichelt. Auf X wird nun erneut der Vorwurf der Doppelmoral laut: Von den Bürgern verlangte man Disziplin, für die politische Elite galten andere Massstäbe.

Mehr zum Thema – Erneut Umfrage historischer Bedeutung: AfD schafft bundesweit erstmals 30 Prozent

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