
Um Wehrhaftigkeit zu zeigen: Litauischer Außenminister erklärt Aussage über Angriff auf Kaliningrad

Der litauische Außenminister Kęstutis Budrys hat in einem Interview mit dem Sender LRT die eigene Aussage über einen potenziellen Angriff auf Kaliningrad geklärt. Mit der Drohung, die russische Exklave bei Bedarf zu attackieren, möchte der Beamte klarstellen, dass die baltischen Länder sich verteidigen könnten.

Das Baltikum müsse die falsche Annahme widerlegen, die Region sei nicht verteidigungsfähig oder könne vermeintliche Herausforderungen vonseiten Russlands nicht bewältigen, führte der Minister weiter aus. Die baltischen Staaten seien verteidigungsfähig, denn sie würden nicht nur ihr eigenes Territorium verteidigen. Das Problem sei nicht die Suwałki-Lücke, sondern die russischen Kapazitäten in Kaliningrad.
Nach Ansicht des Ministers müsse das Baltikum den westlichen Partnern diese Stärke verdeutlichen, damit sie nicht nur Horrorszenarien vor Augen hätten. Davon hänge unter anderem die Attraktivität der Region für Investitionen ab. Budrys formulierte die Botschaft so:
"Wir wissen, was zu tun ist, und zögern nicht, wir werden gegebenenfalls agieren. Abschreckung ist das Wichtigste, da Abschreckung Frieden sichert."
Vergangene Woche hatte der Außenminister erklärt, dass die NATO über die Mittel verfüge, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen in Kaliningrad im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen. Das Militärbündnis müsse den Russen zeigen, es könne die "kleine Festung" von Kaliningrad durchdringen.
Wegen der Aussage geriet Budrys unter Kritik. Der litauische Präsident Gitanas Nausėda bezeichnete die Worte als "nicht ganz angemessen" und nicht für einen Außenminister angebracht. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow grenzen Drohungen eines Angriffs gegen Kaliningrad an Wahnsinn.
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