
8,6 Milliarden Euro bis 2034 – Brüssel diktiert Deutungshoheit über "vertrauenswürdige Medien"

Der Europäische Rat mit Sitz in Brüssel informiert über die nächste Belehrungs- und Erziehungsmaßnahme für die Bürger in der EU-Region. Es handelt sich um die Umsetzung von Plänen zuarbeitender "Think-Tanks" für die anvisierte "Verordnung zur Einrichtung des neuen Programms AgoraEU für Kultur, Medien und Zivilgesellschaft", die bereits im Juli 2025 ins Leben gerufen wurde. Laut Mitteilung in dieser Woche soll das Programm im Rahmen eines mehrjährigen Finanzierungsplans final in den Jahren 2028 bis 2034 umgesetzt werden. Vorgesehen und eingeplant werden dafür Mittel in Höhe von 8,6 Milliarden Euro. Politisch verantwortet wird der Vorschlag unter Führung der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Beauftragte Hintergrundakteure haben in dieser Woche das sogenannte "AgoraEU"-Programm final auf den Weg gebracht, einen 8,6 Milliarden Euro schweren Fonds für Nichtregierungsorganisationen, Medienprojekte und "zivilgesellschaftliche" Organisationen und Gruppen, deren alleinige Aufgabe es ist, die willkürlich deklarierten "Demokratiewerte" der EU auf dem gesamten Kontinent durchzusetzen.
In der Mitteilung vom 12. Mai heißt es in der wörtlichen Wahrnehmung Brüssels:
"Das Programm AgoraEU zielt darauf ab, gemeinsame Werte wie Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit zu fördern. Es wird die kulturelle Vielfalt Europas und seinen Kultur- und Kreativsektor, einschließlich des audiovisuellen Sektors und der Nachrichtenmedien, unterstützen sowie die Kunst- und Medienfreiheit schützen und die aktive Bürgerschaft stärken."
🏛️🇪🇺Europe’s cultural and creative sectors help connect people, ideas and communities. #AgoraEU would support culture, media and civic participation across the EU, while promoting diversity and democratic engagement.Read more: https://t.co/YCSlH3QotEpic.twitter.com/ffaxf6Owvb
— EU Council (@EUCouncil) May 13, 2026
Das Ziel laute "bürgerschaftliches Engagement" in der gesamten EU-Region zu fördern und "gleichzeitig Vielfalt und demokratisches Engagement zu stärken", so die Pläne des Europäischen Rats. Am Dienstag dieser Woche hat der "EU-Rat für Bildung, Jugend, Sport und Kultur" den vorgesehenen 57-seitigen Entwurf für die neue Kultur- und Medienförderung in den Jahren bis 2034 final abgesegnet. Zuständig für die Umsetzung in Deutschland wäre der kontrovers wahrgenommene Kulturstaatsminister im Kanzleramt, Wolfram Weimer (parteilos).
Wörtlich sollen mit dem Programm AgoraEU "Kultur, Medien und Bürgerbeteiligung gestärkt werden, um die Resilienz der europäischen Demokratien zu fördern". Kulturstaatsminister Weimer erklärte am Dienstag dieser Woche parallel zu den Plänen Brüssels im Rahmen eines Welt-Gastbeitrags unter der Überschrift "Wenn YouTube das neue Fernsehen ist, braucht es neue Regeln":
"Regulierung ist in der sozialen Marktwirtschaft kein Selbstzweck. Sie bleibt Ultima Ratio. Und doch gehört eine zweite Einsicht ebenso dazu: Freiheit braucht Regeln, damit sie nicht von Macht verdrängt wird."
In einer aktuellen Regierungspressemitteilung erklärt Weimer die EU-Pläne aktiv unterstützend:
"Mit Blick auf die wachsende Zahl antisemitischer Übergriffe in ganz Europa ist es mir besonders wichtig, in diesem Förderprogramm den Kampf gegen Antisemitismus zu verankern. Allen Formen des Antisemitismus, auch unter dem Deckmantel vermeintlicher Israel-Kritik, müssen wir entschieden entgegentreten. Auch hier haben wir breite Unterstützung gefunden und diesen Aspekt deutlich im Verordnungsentwurf positioniert."
Die EU-Mitteilung erklärt, dass sich das "AgoraEU"-Programm in drei Hauptaktionsbereiche gliedert. Dazu heißt es aufgelistet:
- Kreatives Europa – Kultur wird einen Beitrag zur grenzüberschreitenden kulturellen und künstlerischen Zusammenarbeit leisten
- MEDIA+ wird die Vielfalt und Wettbewerbsfähigkeit des audiovisuellen Sektors und der Videospielebranche steigern sowie freien und unabhängigen Journalismus und unabhängige Nachrichtenmedien unterstützen
- CERV+ wird Grundrechte und Gleichheit, Prävention von Diskriminierung, Stärkung der demokratischen Teilhabe und Wahrung der Rechtsstaatlichkeit fördern
Im "Mandat des Rates" ist zudem die Einrichtung eines "AgoraEU-Ausschusses" vorgesehen, um darüber "die Rolle der EU-Länder in der Durchführungsphase des Programms AgoraEU zu stärken", also die inhaltliche Umsetzung der Vorgaben engmaschig zu kontrollieren und gegebenenfalls einzufordern.
CULTURE/MEDIA: political agreement in EU Council on future AgoraEU programme 👉 https://t.co/UBj2IWwNrcpic.twitter.com/aTyjPZ9p7z
— Agence Europe (@AgencEurope) May 13, 2026
Zu den vordergründigen Zielen des Programms gehört es demnach, vorgegebene "Maßnahmen zur Bekämpfung aller Formen von unmittelbarer und mittelbarer Diskriminierung und Intoleranz" sowohl online als auch offline zu fördern.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen reagierte am Tag nach der Programmbestätigung auf X mit der Behauptung, dass sich die EU unter ihrer Führung "jeden Tag des Jahres dafür einsetzt, Europa zu einem Ort zu machen, an dem jeder frei, offen und authentisch leben kann".
The @EU_Commission is PROUD🌈Pride week is a celebration of love, identity, courage and community. And every day of the year, we work hard to make Europe a space where everyone can live freely, openly, authentically. pic.twitter.com/wAcDCFhIDG
— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) May 13, 2026
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