Venezuela: Schwerste Erdbeben seit 100 Jahren – Zehntausende Tote befürchtet

Venezuela ist von zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschüttert worden. Die Ereignisse ließen in den betroffenen Gebieten Dutzende Gebäude einstürzen und forderten laut aktuellem Stand mindestens 32 Todesopfer sowie mindestens 700 Verletzte. Angesichts des Chaos und der unübersichtlichen Gesamtlage geht der US-Geologische Dienst (USGS) laut ersten Schätzungen jedoch von 10.000 bis zu 100.000 Todesopfern aus, wie die New York Post am Donnerstagmorgen berichtet.
Das Epizentrum des ersten Bebens am Mittwochabend lag ersten Meldungen zufolge 24 Kilometer östlich von San Felipe im Nordwesten des südamerikanischen Landes in einer Tiefe von 21,9 Kilometern. Das zweite Erdbeben ereignete sich nur wenige Kilometer weiter nördlich. Zwischen beiden Erschütterungen lagen laut USGS-Auswertungen nur 39 Sekunden.
Este video se va poniendo peor mientras avanza. #TerremotoenVenezuelapic.twitter.com/4LqCoL84kc
— Yisus 💾 (@SoyJesusTarre) June 25, 2026
Venezuelas Präsidentin Delcy Rodríguez rief umgehend den Notstand aus und wandte sich in einer kurzen Fernsehansprache direkt an die Nation. Sie wies darauf hin, dass aktuell noch keine Daten aus dem Bundesstaat La Guaira vorliegen, der an die Hauptstadt Caracas grenzt und laut Medienberichten mit am stärksten betroffen sein soll.
Aufnahmen, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigen das Chaos sowie verängstigte Menschen, die panisch auf die Straßen flüchteten und versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Videobilder vom internationalen Flughafen Maiquetía zeigen abstürzende Deckenplatten.
Me han pasado este vídeo del Aeropuerto de Maiquetia. dios mío… pic.twitter.com/sSH0yboQVP
— Said Rahal (@srahalh) June 24, 2026
Zahlreiche Gebäude, darunter auch in Caracas, scheinen den vorliegenden Videos zufolge vollkommen zerstört oder zumindest erheblich beschädigt zu sein. Innenminister Diosdado Cabello sprach im staatlichen Fernsehen vom Einsturz mehrerer Gebäude und Wohnhäuser in der Hauptstadt.
WHAT HAPPENS NEXT IN VENEZUELA
— Buzz Patterson (@BuzzPatterson) June 25, 2026
It’s going to be a long night in Venezuela. This coming on the heels of new leadership and US friendship. We will undoubtedly take over and assist throughout the recovery and rebuild. @MarcoRubio just got infinitely busier.
It’s a crazy time to… https://t.co/ZQ00dSmGDF
Ein großes Hotel in der Stadt Macuto im nördlichen venezolanischen Bundesstaat La Guaira ist bei den kurz nacheinander aufgetretenen Erdbeben offenbar komplett eingestürzt. So berichtet der US-Sender CNN, dass "der größte Teil des Hauptgebäudes des Hotels Eduard – das auf Buchungswebseiten mit 8 Stockwerken und 106 Zimmern aufgeführt ist – komplett eingestürzt ist". In von CNN verifizierten Videos ist nur noch der Eingang des Hotels zu sehen.
El Hotel Eduard's en Macuto quedó reducido a escombros. #Venezuelapic.twitter.com/4u9TLQgyyw
— La Verdad Vargas (@LaVerdadVargas) June 25, 2026
Der Küstenstaat La Guaira wurde aufgrund der gemeldeten Schäden am Morgen zum Katastrophengebiet erklärt, wie Präsidentin Delcy Rodríguez mitteilte. "Man kann sagen, dass die Lage in La Guaira eine echte Tragödie ist", erklärte Rodríguez bereits in einer Ansprache spät in der Nacht.
Priorität hätten nun die Rettungsarbeiten, sagte die Übergangspräsidentin. Rettungskräfte aus Nachbarländern seien bereits unterwegs. In Venezuela werde der Schulunterricht ausgesetzt und der Zugverkehr komplett eingestellt. Auch der internationale Flughafen der Hauptstadt Caracas habe wegen Schäden den Betrieb vorerst eingestellt.
Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, informierte auf X, es stünden 300 Rettungskräfte und Sanitäter sowie 50 Tonnen Hilfsgüter bereit, um nach Caracas gebracht zu werden. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Luis Abinader, erklärte, spezialisierte Such- und Rettungsteams der Streitkräfte brächen am Morgen nach Venezuela auf. Auch Brasilien signalisierte Hilfsbereitschaft. Rodríguez zufolge boten auch andere Staaten Hilfe an.
US-Präsident Donald Trump sicherte dem südamerikanischen Land ebenfalls umgehende Hilfe zu. Er habe alle US-Behörden angewiesen, "sich darauf vorzubereiten, schnell zu helfen", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Mehr zum Thema ‒ Starkes Erdbeben erschüttert Philippinen: Über ein Dutzend Tote
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.