SPIEF-2026: Experten diskutieren Umbau des globalen Finanzsystems

Russland müsse heutzutage im Finanzbereich souverän sein, glauben Experten des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg. Die Transformation des Finanzsystems sei bereits im Gang, werde jedoch lang und kompliziert sein.

Am Freitag fand auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (SPIEF) die Sitzung zum Thema "Umbau des globalen Finanzsystems" statt. Wie der Moderator am Anfang des Treffens betonte, brauche ein Land vor dem Hintergrund des Geschehens in der Welt echte Souveränität im Finanzbereich. Die Frage bestehe darin, wie eine unabhängige, multipolare Finanzarchitektur frei von ausländischem Einfluss aufgebaut werden könne.

Die Teilnehmer der Diskussion einigten sich darauf, dass der Umbau des Finanzsystems in Russland bereits im Gange ist. Das Land verfüge dafür über eigene Instrumente, wie etwa nationale Zahlungslösungen, Versicherungsgesellschaften und eine Rating-Branche. Finanzielle Souveränität sei ohne politische kaum möglich.

Einer der Experten warnte jedoch, dass die Welt, wenn sie sich auch verändere, immer noch globalisiert bleibe, und schlug vor, sich auf die derzeit entstehenden globalen Zentren zu stützen, beispielsweise auf Russland und China. Derzeit erfolgen etwa 80 Prozent aller Zahlungen in den Währungen befreundeter Länder.

Russland und seine Partner müssten sich vom westlichen Finanzsystem abwenden. Dazu seien jedoch nicht alle Länder bereit. Abschließend betonte der Moderator, dass die Transformation des globalen Finanzsystems kompliziert sei und sich nur allmählich mit der Zeit vollziehen werde.

Mehr zum ThemaFinanzminister: Russland hat volle finanzielle Souveränität erlangt