US-Präsident Donald Trump hat sich auf seiner Plattform Truth Social zu den Krawallen in Frankreich geäußert und Paris zu Grenzschließungen aufgefordert. Der Republikaner schrieb:
"Die Migranten haben Frankreich übernommen. Die Grenzen müssen geschlossen werden – und zwar schnell!"
Bei den Ausschreitungen am Wochenende wurden nach neuesten Angaben des französischen Innenministeriums landesweit 2.397 Menschen festgenommen. 997 Polizisten und Gendarmen wurden während der Ausschreitungen verletzt, sieben davon schwer. Zahlreiche Geschäfte wurden geplündert und öffentliche Gebäude angegriffen. An dem Protestgeschehen beteiligten sich laut Regierung rund 550.000 Menschen, die Organisatoren sprachen von 800.000 Teilnehmern.
Bereits am Sonntag hatte Trump auf Truth Social Grenzschließungen gefordert. Er schrieb:
"Frankreich brennt! Die Einwanderung von Menschen aus einer völlig anderen Welt – Menschen mit Hass im Herzen – hat dieses einst großartige Land zerrüttet. Schließt eure Grenzen und übernehmt die Kontrolle, bevor es zu spät ist!"
US-Vizepräsident JD Vance hatte sich am Sonntag ebenfalls zu den Ausschreitungen geäußert. Er kritisierte auf X in Bezug auf ein Video des brennenden Rathauses in Limoges die französische und die westliche Migrationspolitik allgemein. Er schrieb:
"Westliche [Links-]Liberale haben die Dritte Welt im Namen von Vielfalt und Mitgefühl nach Frankreich und in andere Länder importiert. Sie haben grundlegende Fragen der Assimilation und Kompatibilität ignoriert. Man hat ihnen gesagt, dass dies dazu führen würde, und sie haben nicht zugehört."
Er bete dafür, dass Frankreich, "ein wunderschönes Land mit großartigen Menschen, diesen Wahnsinn stoppt", bevor weitere seiner Wahrzeichen niederbrennen würden, so Vance weiter. Zudem wies er indirekt auf die in den USA anstehenden Zwischenwahlen hin, bei denen ein Teil des Kongresses neu gewählt wird:
"Und ich hoffe, dass die Amerikaner aufpassen. Das ist die Zukunft, die die Demokraten im Kongress für euer Land anstreben."
Seit Tagen stehen in Frankreich Autos und Gebäude wie das Rathaus von Limoges in Flammen, Geschäfte werden geplündert, die Polizei setzt Tränengas und Wasserwerfer ein.
Je nach Interpretation gibt es verschiedene Erklärungen für die Ausschreitungen. Laut linker Lesart richtet sich der Volkszorn der oft migrantischen Jugend gegen steigende Preise und soziale Ungleichheit. Die rechtskonservative Politikerin Marine Le Pen verurteilt die Vorfälle dagegen zutiefst und sieht sie als "Bedrohung für die Demokratie". Bei einem Fernsehauftritt beim Sender TF1 machte sie die extreme Linke sowie die Regierung von Präsident Emmanuel Macron direkt für das Chaos verantwortlich. Sie warf Macron vor, jegliche "Glaubwürdigkeit und Autorität" verloren zu haben. Le Pen beschuldigt die "extreme Linke" und ultralinke Randalierer, gemeinsam mit Kriminellen und Islamisten gezielt hemmungslose Gewalt, Plünderungen und Zerstörung in die Städte gebracht zu haben.
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