Merz nennt Ergebnis in MV ein "Desaster" – will aber nicht zurücktreten

Friedrich Merz reagiert auf die Wahlschlappe der CDU in Mecklenburg-Vorpommern. Das Ergebnis nennt er ein "Desaster", von einem Rücktritt will er jedoch nichts wissen.

Der Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hat das Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern deutlich kritisiert. Bei einem Auftritt im Konrad-Adenauer-Haus blickte er auf die bisherigen Wahlen in diesem Jahr zurück und verwies dabei sowohl auf Niederlagen als auch auf angebliche Erfolge der CDU.

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen sei ein "tiefer Einschnitt" gewesen, sagte Merz. Mit Blick auf das Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern fand er noch deutlichere Worte: "Das Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern können wir nicht schönreden, es ist ein Desaster." Die CDU sei zwischen AfD und SPD "zerrieben worden", sagte der Kanzler.

Kanzler Merz schwört die Bürger auf harte Zeiten ein: "Wir brauchen Veränderungen, Veränderungen kosten Kraft. Nicht alles wird schnellen Beifall finden." Die Veränderungen würden für viele Menschen mit "Belastungen und neuen Unsicherheiten einhergehen", oft sehe man die Wirkung erst später. "Aber genau deswegen können wir die Entscheidungen jetzt nicht aufschieben."

Anschließend warnte Merz vor vielfältigen Bedrohungen für die Gesellschaft. Mit einem Verweis auf den früheren CDU-Bundeskanzler Ludwig Erhard und dessen Leitbild vom "Wohlstand für alle" warb er für die von der Bundesregierung geplanten Reformen. "Die Reformen müssen kommen", sagte Merz.

Er übernehme dafür die Verantwortung, betonte der Kanzler: "Ich möchte unser Land voranbringen." Die Reformen seien zugleich ein "Mittel gegen das autoritäre Gift", das immer weiter in die Gesellschaft eindringe. Dem wolle er sich als CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler entgegenstellen. Nicht mal fünf Minuten hat der Kanzler gesprochen, dann ist seine Erklärung schon zu Ende.

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