"Verbindung zur Rüstungsindustrie": EU setzt Chefs russischer Unternehmen auf Sanktionsliste

Die EU verhängt Sanktionen gegen weitere russische Einzelpersonen. Ziel ist, den Druck auf Moskau zu verstärken, sagte EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas. Die Maßnahmen betreffen die Geschäftsführer von fünf Firmen, die laut Brüssel mit der russischen Militärindustrie in Verbindung stehen. 

Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen fünf russische Staatsbürger verhängt, die laut Brüssel "in Verbindung mit dem militärisch-industriellen Komplex Russlands stehen". Dies geht aus der Stellungnahme des EU-Rats hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Es handelt sich um Personen, die "leitende Positionen in russischen Unternehmen bekleiden, die im Verteidigungs- und Militärtechnologiesektor" tätig seien. Diese Firmen seien an der "Entwicklung, Produktion oder Lieferung von Militärtechnologie und -ausrüstung" beteiligt, die laut der EU die russische Armee in der Ukraine einsetze.

Die neuen Einschränkungen zielen darauf ab, "den Druck auf Russland weiter zu verstärken, bis Moskau seinen Krieg beendet", wie EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas auf X erklärte. Ihr zufolge sind die neuen Maßnahmen "eine Reaktion auf die jüngste Serie russischer Luftangriffe". Kallas behauptete, dass Moskau seine "Terrorkampagne" intensiviert habe, weil die russische Armee auf dem Schlachtfeld ins Stocken geraten ist".

Die folgenden Personen wurden auf die Sanktionsliste aufgenommen:

Das jüngste, das 21. EU-Sanktionspaket, wurde am 23. Juli verabschiedet. Auf der Sanktionsliste stehen 170 juristische Personen und 48 Einzelpersonen. Die Maßnahmen betreffen russische Banken, Unternehmen des Energie- und Verteidigungssektors sowie Unternehmen aus Drittstaaten, die Russland nach Ansicht der EU bei der Umgehung der Sanktionen unterstützen.

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