DVRK testet Streusprengkopf für verwüstende "vertikale Angriffe"

Der Tüftlergeist der DVRK scheint keine Grenzen zu haben, wenn die Rede von Waffen ist. So gut wie kein Monat vergeht, ohne dass Pjöngjang ein neues Kriegsgerät testet. Erst am Montag hat das Land einen Marschflugkörper gestartet, um einen Streusprengkopf zu erproben.

Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) will einen Streusprengkopf für einen strategischen Marschflugkörper getestet haben. Nach Angaben der örtlichen Nachrichtenagentur KCNA fand der Test bereits am Montag statt. Die neue Waffe könne für vertikale Angriffe verwendet werden und dabei ein Gebiet von fünf bis sechs Hektar in Schutt und Asche legen, hieß es.

Dem KCNA-Bericht zufolge wohnte der Probe General Kim Jong-sik bei. Mit dem Test konnte das Institut für Sprengköpfe die Fähigkeit der neuen Waffe bestätigen, eine zwischen fünf und sechs Hektar große Fläche völlig zu verwüsten, während das Institut für Marschflugkörper sich stolz auf die vorgenommenen Verbesserungen an seinem Lenkflugkörper zeigte. So seien die Manövrierfähigkeit und somit die Fähigkeit des Marschflugkörpers verbessert worden, die anvisierten Ziele vertikal anzugreifen, hieß es.

Die für das Raketenprogramm zuständige Behörde erklärte gegenüber der KCNA, dass die Notwendigkeit, verschiedene Waffensysteme zu entwickeln, so dringend wie nie sei, da die heimischen Streitkräfte die Sicherheit des Landes schützen und alle Typen von Bedrohungen abwenden müssten. Der jüngste Test habe die Eigenschaften des neuen Kriegsgeräts unter Beweis gestellt, das nun zur Verteidigung des Volkes vor möglichen Gefahren aus dem Ausland beitragen werde. Solche Proben seien Teil der ordentlichen wissenschaftlichen Erforschungen im Rüstungsbereich.

Erst am 31. Oktober hatte Pjöngjang einen Streusprengkopf für eine taktische ballistische Rakete getestet. Damit meldete Nordkorea innerhalb weniger Tage Tests mit zwei unterschiedlichen Raketentypen.

Marschflugkörper fliegen im Gegensatz zu ballistischen Raketen in einer geringeren Höhe und können während des Fluges gesteuert werden. Streumunition verteilt zahlreiche kleinere Sprengkörper über eine größere Fläche. Wegen ihrer schwer kontrollierbaren Wirkung ist sie international geächtet.

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